Jugendzentrum Mobile erfährt seit Jahrzehnten Unterstützung im Stadtteil
Bunte Party zum 20. Geburtstag

Münster-Angelmodde -

„Open End!“ Das versprach Kay Haverkamp zum 20. Geburtstag des Jugendzentrums Mobile. Dazu gab es ein buntes Programm für alle Kinder und Jugendlichen, die während des Ferienzeitprogramms kamen, um gemeinsam zu feiern. Vorher sprachen die hauptamtlichen Betreuer der Kinder-, Jugend- und Familiendienste der Diakonie Münster, wozu die Mobile gehört, einige Dankesworte.

Sonntag, 21.07.2019, 00:00 Uhr
Zahlreiche Kinder und Jugendliche feierten den 20. Geburtstag des Jugendzentrums Mobile. Foto: hk

Mit einem Bulli habe die erfolgreiche Arbeit im Quartier begonnen, berichtete Miriam Heerbeck , die für die Mädchenarbeit in der Einrichtung verantwortlich ist. Als vor über 20 Jahren Streetworker Stefan Micke durch das Viertel zog, war er ein gern gesehener Ansprechpartner. Die anschließenden Demonstrationen der Sozialarbeiter und der Diakonie brachten die Stadt dann dazu, ein festes Jugendzentrum Am Schütthook zu bauen. „Wir spüren eine große Verbundenheit im Viertel. Das Viertel prägt die Mobile, die Mobile prägt das Viertel“, so Heerbeck.

Das empfindet auch Florian Schmersal so, der mit Heerbeck und Haverkamp das Leitungsteam bildet. „Die Vielfältigkeit in diesem Viertel bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen“, so der Streetworker für Aufsuchende Jugendarbeit. Die friedlich zusammen lebenden Kinder und Jugendlichen trügen wesentlich zur Integration bei. „Hier können die Kinder so sein, wie sie wollen“, so Schmersal, der seinen Dank an die Diakonie und an die Stadt Münster aussprach.

Viele Menschen seien in der Mobile fest verankert. Hier dürfe mitbestimmt und mitgestaltet werden, zog Kay Haverkamp Bilanz. Ohne den Einsatz von Ehrenamtlichen, Praktikanten und Erziehungshelfern sowie die großzügigen Spenden der Rotarier hätte das große Jubiläumsfest nicht auf die Beine gestellt werden können, betonte er.

„Wir haben in den 20 Jahren unser Angebot dem Bedarf des Stadtteils angepasst, auch wenn es nicht immer leicht war“, betonte Uwe Kelle, Leiter der Diakonie am Blaukreuzwäldchen. Entscheidend zum Erfolg des Jugendzentrums hätten unter anderen auch Britta Blum, Anne Köster, Michael Fiege, Stefan Micke und Berthold Karrasch beigetragen. Inzwischen sei es ruhig im Viertel geworden. Inoffiziell hieß es, einige „unangepasste“ Erwachsene hätten das Viertel verlassen.

„Es ist toll hier“, sagte der elfjährige Jan, der seit sechs Jahren an den Programmangeboten teilnimmt. „Am schönsten finde ich die Ausflüge“, meinte er und freut sich schon auf die Wattwanderung am kommenden Freitag. „Wir haben hier eine tolle Begleitung, und wer Sorgen hat, findet stets einen Ansprechpartner“, fügte seine Mutter hinzu.

Neben vielen Spielständen, Gegrilltem und Getränken war der Auftritt des Grundschullehrers und Artisten David Langkamp der Höhepunkt des Freitagnachmittags. Wie er die Kinder in sein Programm mit einbezog, war überwältigend. Besonders seine Jonglage mit Keulen und Tellern und schließlich seine Fackel schwingende Einlage auf dem Einrad überzeugte.

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