Franziskus-Haus
„Visitenkarte für die Gemeinde“

Münster-Coerde -

Das Franziskus-Haus werde ein „Zentrum für das pastorale und gesellschaftliche Leben in St. Franziskus“, kündigte Pfarrer André Sühling bei der Vorstellung der Pläne für das neue Gemeindezentrum an.

Sonntag, 09.09.2018, 18:44 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.09.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 09.09.2018, 18:44 Uhr
Pfarrer André Sühling, Dietmar Davids (St.-Franziskus-Pfarrei) und Zita Edeler von der Jury vor dem Modell des Siegerentwurfs. Foto: sn

Das Franziskus-Haus soll eine „Visitenkarte der Gemeinde“ sein, sagte Pfarrer André Sühling. Es werde ein „Zentrum für das pastorale und gesellschaftliche Leben in St. Franziskus“, kündigte der Geistliche bei der Vorstellung der Pläne für das neue Gemeindezentrum an. Pfarreirat und Kirchenvorstand hatten sich im Vorfeld beraten und den Preisträger aus dem Architektenwettbewerb gekürt. Der kam auch bei den Gemeindemitgliedern auf der Versammlung am Dienstagabend im Freizeitheim St. Norbert gut an.

Es sei alles noch „in der Entwicklung“, betonte Sühling. Allerdings: Der Entwurf des Architektenbüros ­Schoeps & Schlüter aus Münster stieß auf positive Resonanz. Er habe als einziger der zehn eingereichten Beiträge die Raumanforderungen vollständig erfüllt, meinte Sühling. 285 Quadratmeter stehen als Bruttofläche insgesamt zur Verfügung, davon 115 Quadratmeter für den Saal, der sich in zwei Gruppenräume zu 80 und 35 Quadratmetern unterteilen lässt. Daneben gibt es zwei weitere Gruppenräume mit 25 beziehungsweise 35 Quadratmetern, die direkt neben dem Saal liegen werden.

Die Abtrennbarkeit des Saals und die Möglichkeit, ihn zu öffnen und so flexibel auf den jeweiligen Bedarf reagieren zu können, stieß einerseits auf positive Resonanz. Gemeindemitglied Werner Abbing betonte aber die Notwendigkeit einer „guten Isolierung“, damit die jeweiligen Gruppenraumnutzer auch in Ruhe arbeiten können. Die Vereinsvertreter regten an, Schränke aufzubauen, in denen sie dauerhafte Abstellmöglichkeiten haben.

Der Eingangsbereich des neuen Franziskus-Hauses fängt eigentlich schon draußen an. Durch Pergolen entstehen dort schon Verweilräume. Einladend soll das Gebäude sein, bereits vom Hamannplatz aus. Beschreitet man dann das Foyer, so fällt als erstes wohl die ovale Küche in dessen Mitte auf, die wiederum auch zum Saal hin geöffnet werden kann. Ein architektonischer Clou. „Die Küche ist ein Eyecatcher“, meinte Anni Greiwing von der kfd. Allerdings merkte sie an, dass sie auch Lärmquelle sein könne. Insgesamt kam die Idee bei den Anwesenden aber gut an.

Die Caritas wird einen eigenen Bereich haben, der insgesamt 80 Quadratmeter misst, davon nehmen drei Beratungsräume jeweils 16 Quadratmeter in Anspruch. Auch eine eigene Teeküche gibt es im Caritas-Trakt. Alles liegt im Erdgeschoss, ein Obergeschoss gibt es nicht.

Positiv war für die Jury vor allem, dass die Vorgabe etwa nur 85 Quadratmeter im gesamten Franziskus-Haus für Nebenflächen vorzusehen, auch eingehalten worden ist. Dies sei „ein einerseits reduzierter, andererseits ein qualitätsvoller“ Entwurf, sagte Zita Edeler von der Jury.

Auch preislich würden die Vorgaben eingehalten. Etwa 960 000 Euro werde das Projekt kosten, so André Sühling. Ein Siebtel trägt die Gemeinde mittels Rücklagen, aktuellen Haushaltsposten und Spenden, alles andere trägt das Bistum.

Wie geht es jetzt weiter? Pfarreirat und Kirchenvorstand werden erneut tagen. „Ich hoffe, dass vor den Herbstferien Klarheit besteht“, sagte Pfarrer André Sühling. Auch eine Abstimmung mit dem Bistum folgt noch.

Der erste Spatenstich für das Franziskus-Haus erfolgt voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2019.

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