Mosaikschule in Gievenbeck
Grünes Licht für Erweiterung

Münster-Gievenbeck -

Diese gute Nachricht wird Fredon Salehian wahrscheinlich mit größter Freude zur Kenntnis genommen haben. Der Leiter der Mosaikschule darf sich über den Ausbau seiner Einrichtung zu Gunsten des offenen Ganztags freuen, der mit rund 5,6 Millionen Euro zu Buche schlagen wird.

Freitag, 18.05.2018, 18:05 Uhr

Der Ausbau der Mosaikschule ist mach der Ratssitzung beschlossene Sache. Die Kosten betragen 5,6 Millionem Euro. Foto: kbö

Bereits im April hatte der Vorschlag aus dem Schulamt die Bezirksvertretung Münster-West mit positivem Votum aller Parteien passiert. „Ich möchte aber erst einmal die Ratsentscheidung abwarten“, hatte es damals Salehian vorsichtig formuliert. Nun tagte der Rat – und stimmte letztlich als entscheidende Instanz der Erweiterung zu.

Wann mit dem Umbau zu rechnen ist, steht noch nicht genau fest. Ein Realisierungszeitpunkt sowie ein Finanzierungsvorschlag sollen dem Rat in seiner September-Sitzung vorgelegt werden. Fest steht, dass sich an der derzeitigen Dreizügigkeit der Mosaikschule nichts ändern wird. Der avisierte Ausbau soll aber derart erfolgen, dass die Option auf einen späteren Ausbau zur Vierzügigkeit erhalten bleibt.

Hintergrund dieser Vorgehensweise sind die Entwicklung des Oxford-Areals und der damit einhergehend prognostizierten Schülerzahlen. Denn: Auf dem ehemaligen Kasernen-Areal soll eine zusätzliche zweizügige Grundschule entstehen. Nach Meinung der Verwaltung „wird die Aufnahmekapazität der Mosaik-Schule bis zum Ende des Prognosezeitraums 2025/2026 zur Versorgung der Kinder aus dem Stadtteil ausreichen“.

Notwendig ist die Erweiterung aufgrund des defizitären Raumangebots im offenen Ganztag. Dies führt seit Jahren dazu, dass man seitens der Mosaikschule Räume im benachbarten Stadtteilhaus La Vie nutzen muste. „Die Gegebenheiten dort sind aber alles andere als bedarfsgerecht“, sagte gestern Katja Süs, stellvertretende Leiterin der Mosaikschule. Aus diesem Grund freue man sich über den nun gefassten Erweiterungsbeschluss: „Damit werden wir die Räume im La Vie aufgeben können.“

Die Erweiterung erfolgt im nördlichen Bereich zwischen der Schule und der Sporthalle. Dort befindet sich im Moment ein Spielplatz. Obgleich diese Spielfläche künftig wegfällt, genügt die Schulhoffläche (1900 Quadratmeter befestigt und 650 Quadratmeter naturbelassen) dennoch dem Bedarf – sogar gemessen an einer Vierzügigkeit.

Sollte selbst das nicht reichen, gibt es nach Ansicht des Fachamts noch einen Plan B: „Ziel ist es, optional die Obstwiese bei weiterem Bedarf als naturnahe Schulfläche zu nutzen.“

Im Neubau entstehen Räume für eine Küche mit Mensa sowie für die Betreuung. Im Bestand sind geringe Umbaumaßnahmen erforderlich. Daher kommt die Stadt laut erster Rechnungen auch mit 5,6 Millionen Euro hin.

Es stand auch die sofortige Erweiterung zur Vierzügigkeit zur Diskussion. Das hätte aber ein weiteres Geschoss auf dem neuen Anbau notwendig gemacht. Größere Umbauten im Bestand – unter anderem zusätzliche Verwaltungsräume und Vergrößerung des Lehrerzimmers – hätten den Kostenrahen enorm nach oben geschraubt: Die komplette Vierzügigkeit hätte demnach 7,4 Millionen Euro gekostet.

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