Eröffnung: „Wurzelkinder
Von der Spielgruppe zur Kita

Münster-Gievenbeck -

Die Kita „Wurzelkinder“ feiert die offizielle Eröffnung. Zahlreiche Gäste kommen zu dieser besonderen Einrichtung am Nünningweg.

Freitag, 08.06.2018, 17:44 Uhr

Kinder und Gäste schickten ihre Wünsche für die „Wukis“ anlässlich der Kita-Eröffnung in Richtung Himmel. Foto: kbö

Die Kinder haben sich extra in Schale geworfen, sie tragen mit Stolz das strahlend-grüne T-Shirt mit dem kita-eigenen Logo. Sie genießen sichtlich das durchaus einzigartige Ambiente im Garten des Bildungshauses „Haus Mariengrund“. Sie freuen sich, Teil des ersten Garten- und Naturkindergartens in Gievenbeck zu sein, der an diesem Freitag feierlich eröffnet wird.

Zahlreiche Gäste kommen zur offiziellen Eröffnung dieser besonderen Einrichtung am Nünningweg. Auch Vertreter aus der Politik wollen sich ein aktuelles Bild von der Kita machen, die als Spielgruppe startete, zur Großtagespflege ausgebaut wurde und schließlich den großen Schritt zur Kita machte. Vor allem aber sind es die vielen Gönner und Wegbegleiter, die diese Entwicklung maßgeblich mitgetragen haben, die an diesem Freitagvormittag die offizielle Eröffnung genießen.

Die beiden Leitungskräfte der „Wukis“, wie sich die Wurzelkinder selbst nennen, freuen sich über die große Resonanz. Christiane Kawon und Svenja Heinen begrüßen ihre Gäste und präsentieren mit den Kindern einige einstudierte Stücke, wie beispielsweise einen Jahreszeiten-Tanz. Auf eigens vorbereiteten Karten dürfen die Kinder und Gäste ihre zukünftigen Wünsche für die Kita formulieren und an Ballons heften, die alle gemeinsam steigen lassen. Mehrfach ist der Begriff „Neuer Bauwagen“ zu lesen.

Svenja Heinen dreht die Zeit ein wenig zurück: „Wir sind gestartet im Jahr 2011. Das Lustige: Wir befinden uns hier in einer Garten-Kita und angefangen hat alles auch in einem Garten.“ Beim gemeinsamen Gärtnern sei ihr und Christiane Kawon die Idee gekommen, ein besonderes Projekt auf die Beine zu stellen. Es war die Geburtsstunde der Spielgruppe im Haus Mariengrund, in dem „wir sofort mit offenen Armen empfangen wurden“.

Es war ein kompletter Neubeginn – praktisch ohne alles: „Wir hatten nur ein Tipi und einen Sandkasten“, erinnert sich auch Christiane Kawon. „Hier war alles Wiese – und sonst nichts.“ Die Spielgruppe lief noch unter der Regie des MuM (Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum), dem man noch heute sehr verbunden sei.

Der nächste Meilenstein war im Jahr 2013 die 72-Stunden-Aktion der Gievenbecker Pfadfinder. Sie halfen, den Spielplatz entsprechend zu gestalten. Die ganze Aktion sei ausschließlich durch Spenden finanziert worden.

Apropos Spenden: Die spielten auch beim Bau der Hütte eine wesentliche Rolle. Christiane Kawon: „Die Hütte ist rein aus Spenden finanziert.“ Einer, der sich seinerzeit mächtig ins Zeug gelegt hatte und enorm viele Spender zusammentrommelte, war Ulf Imort.

Mit der Fertigstellung der Hütte wurden die Wurzelkinder 2014 zur Großtagespflege – mit dem großen Ziel, später einmal eine Kita zu werden. Den schwierigen Weg dorthin meisterte man dann bekanntlich.

Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt. Und so haben die Verantwortlichen noch verschiedene Wünsche für die Zukunft. Durch einen zusätzlichen Bauwagen könnten Schlafplätze eingerichtet werden. Eine notwendige Voraussetzung, um eventuell die Betreuungszeiten ausbauen zu können. Christiane Kawon: „Wir würden gerne das 45-Stunden-Modell fahren.“ Größer werden will die Ein-Gruppen-Kita übrigens nicht, wie Svenja Heinen sagt: „Wir wollen so klein bleiben.“ Derzeit besuchen 17 Kinder die Einrichtung, ab dem Sommer sind es dann 20.

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