Oxford-Quartier
Studenten können ab Montag in die Kaserne ziehen

Münster-Gievenbeck -

Notlösung in Sachen studentisches Wohnen: Die Stadt Münster und das Studentenwerk haben eine Vereinbarung getroffen, die es zunächst 100 Studenten möglich macht, ehemalige Truppenquartiere der früheren Oxford-Kaserne zu nutzen.

Freitag, 12.10.2018, 09:07 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 09:07 Uhr
In diesem Block können ab der kommenden Woche Studenten leben. Dort befanden sich früher die Truppenquartiere. Foto: Kay Böckling

Wohnraum in Münster ist ein kostbares Gut und eng bemessen. Besonders Studenten, die in der Regel über ein begrenztes Budget verfügen, haben in dieser Situation Schwierigkeiten, eine Bleibe zu finden. Für ein klein wenig Entspannung sorgt jetzt eine Vereinbarung der Stadt Münster mit dem Studentenwerk: Das Amt für Immobilienmanagement stellt zwei Gebäude auf dem ehemaligen Oxford-Kasernengelände zur Verfügung, die eigentlich für die Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut wurden.

Erstbezug ab Montag

Bereits kommenden Montag könnte der Erstbezug einer der beiden früheren Truppenunterkünfte erfolgen, die die Stadt Münster im Zuge der Flüchtlingsströme vor knapp zwei Jahren für die Hilfesuchenden umbaute. Neue Sanitäranlagen, neue Küchenräume, neue Gruppen- und Gesellschaftsräume – all das entstand 2016 nach einer rund halbjährigen Umbauphase des „Blocks 12“. Auch das dahinterliegende Militärquartier wurde entsprechend ausgebaut.

Die Nutzung der Immobilien als Notunterkünfte für 100 Studenten bestätigte Andreas Tschöpe vom städtischen Amt für Immobilienmanagement: „Wir können den ersten Block in der kommenden Woche zur Verfügung stellen.“ Aufgrund der momentan noch nicht funktionierenden Wasserversorgung im zweiten früheren Mannschaftsquartier verzögert sich dessen mögliche Nutzung noch ein Weilchen. Wann auch dort der Bezug erfolgen könnte, stand noch nicht fest.

Begrenzt bis Ende Juni

Nach Auskunft Tschöpes ist die Vereinbarung zeitlich begrenzt und läuft bis zum 30. Juni des nächsten Jahres. Und dann? „Gern würden wir diese Gebäude auch längerfristig nutzen“, sagt Katrin Peter, Sprecherin des Studentenwerks auf Nachfrage. Diesbezüglich befinde man sich aber noch in Gesprächen mit der städtischen Verwaltung.

500 Wohnheimplätze fehlen

Das Studentenwerk bietet nach Aussage von Katrin Peter derzeit genau 4872 Plätze für Studenten an. Durch den momentanen Umbau der beiden Studentenwohnheime in Gievenbeck (Heekweg und Gescherweg) fehlten aber 500 Plätze, die ansonsten zusätzlich zur Verfügung stehen würden. In naher Zukunft sei das Studentenwohnheim am Heekweg wieder bewohnbar, doch aufgrund der veränderten Ansprüche an Wohnraum und der damit einhergehenden größeren Studentenwohnungen stünden auch weniger Plätze zur Verfügung.

Zehn Euro pro Tag

Nun besteht also die Möglichkeit, die ehemaligen Truppenquartiere als Notunterkünfte zu nutzen. „Zur Verfügung stehen Gemeinschaftsküchen, Gemeinschaftsbäder und auch Betten“, listet Katrin Peter auf. Wie die Studenten in den Räumen, die seinerzeit für die Unterkunft von Flüchtlingsfamilien hergerichtet wurden, verteilt werden, steht noch nicht fest. Umsonst ist die Nutzung nicht: „Pro Tag kostet die Unterkunft pro Student zehn Euro, also maximal 300 Euro pro Monat.“

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