Hohe Geest
Die alte Klostermauer fällt

Münster-Hiltrup -

Die alte Mauer hinter dem Mutterhaus der Missionsschwestern und dem Herz-Jesu-Krankenhaus verschwindet. Über Jahrzehnte hat sie das Erscheinungsbild der Hohen Geest geprägt.

Mittwoch, 26.06.2019, 10:30 Uhr
An der Hohen Geest wird der Straßenverkehr seit Dienstag mit einer Baustellenampel geregelt und einspurig an der Baustelle entlanggeführt. Die alte Klostermauer wird abgerissen. Die Abrissarbeiten dauern am Mittwoch an. Foto: gro

Beherzt greift der Baggergreifer zu und hebt den nächsten Mauerblock an. So geht das Meter für Meter. Die alte Mauer hinter dem Mutterhaus der Missionsschwestern und dem Herz-Jesu-Krankenhaus verschwindet. Über Jahrzehnte hat sie das Erscheinungsbild der Hohen Geest geprägt.

„Endlich“, atmen Anwohner auf, „wird sie abgerissen“. Denn ansehnlich sei die mit Graffiti übersäte Mauer schon lange nicht mehr gewesen, sagen sie. „Hiltrup wird schöner“, zeigt sich Hermann Kühn , einer der Anwohner an der Hohen Geest, überzeugt.

Manche hatten bereits vor vielen Jahren die Hoffnung auf den „Mauerfall an der Hohen Geest“ gehofft, als die Straße komplett neu ausgebaut wurde und Geh- und Radwege erhielt. Damals blieb das nur ein Wunsch.

Mittlerweile hat der Zahn der Zeit kräftig weitergenagt an der Mauer. „Die Standsicherheit ist gefährdet“, sagt ein Baufachmann von der Firma Reinert aus Reken, die seit Jahrzehnten für die Schwestern die baulichen Angelegenheiten regelt und ausführt. Die Mauern drohte über kurz oder lang umzukippen, weil mittlerweile auch die Stützpfeiler nicht mehr standhalten. Das hat mit dem Alter des Bauwerks zu tun, aber auch mit den Baumaterialien, die damals verwendet wurden.

Offenkundig wird der Zustand des Mauerwerks, wenn die losen roten Ziegelsteine einzeln zu Boden fallen, sobald der Baggergreifer zufasst. Als die Mauer entstand, wurde nicht mit Zement gemauert. Man hatte ihn nicht zur Verfügung. Man behalf sich mit gelöschtem Kalk.

Die Abrissarbeiten werden noch einige Tage andauern. Am Dienstag wurde das südlich Teilstück bis zum ersten Tor entfernt. Am Mittwoch geht es weiter in Richtung Münster. Auch das Mauerwerk zum Wasserschutzgebiet wird abgerissen.

Die beiden Zufahrtstore sind bereits in der vergangenen Woche ersetzt wurden. Einen neuen Sichtschutz für die Missionsschwestern, die weiterhin gerne den schönen Garten nutzen, soll es auch in Zukunft geben. Wie die Baufirma ankündigt, ist ein Stahlzaun vorgesehen.

Wenn es nach den Nachbarn gehen würde, sollte eine Hecke gepflanzt werden.

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