Bienenschutz im Landschaftspark
Blühstreifen und Totholzhaufen

Münster-Mecklenbeck -

Die Stadt Münster will im Stadtteil West das Projekt „Mecklenbeck summt“ umsetzen. Dabei geht es um den Schutz von Wildbienen und bestäubenden Insekten.

Freitag, 11.01.2019, 19:00 Uhr

Die Lebensräume und -bedingungen für Wildbienen und bestäubende Insekten werden in der heutigen Welt allerorten geringer und schwieriger. Umwelt- und Naturschutzexperten hat das bereits warnend auf den Plan gerufen. Vor diesem Hintergrund hatte Bezirksvertreter Peter Wolfgarten Anfang vergangenen Jahres die Stadtverwaltung darum gebeten, nach Möglichkeiten zu suchen, wie dem Problem im Stadtteil Mecklenbeck gegengesteuert werden kann. Jetzt hat der Christdemokrat Antwort vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit erhalten – und er freut sich darüber.

Es sei eine gute Idee gewesen, den entsprechenden Antrag mit der Überschrift „Mecklenbeck summt“ auf den Weg gebracht zu haben, sagt Wolfgarten: Zum Wohle von Bienen und Insekten soll jetzt so einiges unternommen werden.

Im vergangenen Jahr wurde der Stadtteil im Westen Münsters im Rahmen einer faunistischen Untersuchung von der Biologin und Naturschützerin Dr. Berit Philipp eingehend unter die Lupe genommen. Der Fokus lag dabei auf dem Mecklenbecker Landschaftspark, dem Unterlauf des Meckelbachs und den Grünflächen am Christoph Bernhard-Graben.

„Es konnten insgesamt 57 Wildbienen- und 22 Tagfalterarten nachgewiesen werden. Besonders artenreich ist aufgrund seiner Größe und Strukturvielfalt der Landschaftspark Mecklenbeck“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt zu Wolfgartens Antrag. Gefunden wurden bei der Untersuchung sogar zwei Bienenarten, die auf der roten Liste bedrohter Wildbienen in Nordrhein-Westfalen aufgeführt sind. Drei Viertel der vorgefundenen Bienen sollen den Boden als Nistraum nutzen.

Wie das Grünflächenamt darlegt, sollen schon in diesem Jahr an mehreren Stellen im Landschaftspark sowie am Unterlauf des Meckelbachs und entlang der GAD-Trasse (Fritz-Stricker-Straße) Blühstreifen und -flächen mit Regio-Saatgut eingesät werden. Es soll ausschließlich Saatgut aus dem hiesigen Naturraum genutzt werden. Dieses sei für blütensuchende Insekten besser geeignet als nicht einheimisches Saatgut.

Im Landschaftspark sowie am Unterlauf des Meckelbachs will die Stadt zudem punktuell für offene Bodenstellen sorgen. Außerdem sollen an drei Stellen „robuste Nisthilfen für solitär lebenden Bienen“ aufgestellt werden. Dabei handelt es sich um Baumstämme mit vorgebohrten Löchern. An unzugänglichen Stellen will das Grünflächenamt zudem Totholzhaufen anlegen.

Ebenfalls vorgesehen ist ein jährliche zweimalige Mahd. Diese wird im Landschaftspark bereits seit einiger Zeit durchgeführt, soll fortan aber auch an anderem Stellen in Mecklenbeck, so entlang der GAD-Trasse praktiziert werden.

„Die Optimierungsmaßnahmen sollen in 2019 beginnen und in den Folgejahren gegebenenfalls modifiziert fortgesetzt werden“, verspricht das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, das dabei auf Projektarbeit der Nabu-Naturschutzstation Münsterland zurückgreifen kann. Die Umsetzung der in Mecklenbeck geplanten Maßnahmen soll – so wie bei anderen Nabu-Projekten auch – in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde realisiert werden. Auf diese Weise will man Synergie-Effekte nutzen.

Peter Wolfgarten freut sich über die angekündigten Maßnahmen: „Jeder kann selbst mit einfachen Mitteln die Welt von morgen mitgestalten“, meint der CDU-Politiker. Er ermuntert Jung und Alt zum Engagement für die Umwelt.

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