FC Mecklenbeck
Bleibt die „Partyhütte“ stehen?

Münster-Mecklenbeck -

Das betagte Vereinsheim des FC Mecklenbeck am Schwarzen Kamp wird derzeit Zug um Zug von Neubauten umgeben. So mancher fragt sich, was auf Dauer mit der Immobilie geschehen wird.

Freitag, 24.05.2019, 20:00 Uhr
Während rundum das Mecklenbecker Neubaugebiet entsteht, hält der FC Mecklenbeck mit seinem an die 40 Jahre alten Vereinsheim am Schwarzen Kamp eisern die Stellung. Der Verein kann das Erbpachtgrundstück noch einige Jahre lang nutzen. Foto: sch

Was wird aus dem Clubheim des FC Mecklenbeck? Diese Frage wird sich sicherlich so mancher gestellt haben, der in den vergangenen Monaten am Schwarzen Kamp vorbeikam. Dort wird derzeit eifrig gebaut: Das riesige Neubaugebiet zwischen Weseler Straße, Meckmannweg und Schwarzem Kamp schreitet Zug um Zug voran. Dort, wo moderne neue Mehrfamilien- und Reihenhäuser entstehen, wirkt das an die 40 Jahre alte FC-Vereinsheim wie ein überflüssiges Relikt vergangener Tage. Wie lange wird es dort noch beheimatet sein?

Eine Antwort auf diese Frage gibt es derzeit nicht, zumal mögliche Ansprechpartner des im Jahre 1950 gegründeten, mittlerweile recht mitgliederschwachen Sportvereins kurzfristig offenbar nicht zu erreichen sind. Sicher ist, dass der 1. FC Mecklenbeck längst keinen eigenen Sportplatz mehr hat. Der befand sich nämlich neben dem Vereinsheim und musste dem Neubaugebiet sowie dem dazugehörigen Regenrückhaltebecken weichen. Wenn sie spielen und trainieren, dann tun die FC-Kicker dies mit zwei Mannschaften auf dem Wacker-Sportgelände an der Egelshove, das alles andere als in unmittelbarer Nähe angesiedelt ist.

Auch sie habe sich schon gefragt, ob und wozu der FC Mecklenbeck das betagte Clubhaus noch brauche, zumal dessen Areal aufgrund seiner Lage im Neubaugebiet doch gut als Standort einer neuen Kindertagesstätte oder eines Gemeinschaftshauses gebraucht werden könne, sagt Marianne Koch . Zudem verweist Mecklenbecks SPD-Ratsfrau darauf, dass es vor gar nicht allzu langer Zeit Überlegungen gegeben habe, für den FC eine Vereinsbasis an der Egelshove zu bauen. Zumal dessen Fußballer nach ihrem Training dort wohl kaum an den Schwarzen Kamp wechselten. Sie habe sich gewundert, warum ein entsprechendes Angebot seitens des Vereins damals nicht angenommen worden sei, sagt Marianne Koch.

„Das dümpelt dort so vor sich hin . . .“ Auch Peter Wolfgarten , CDU-Fraktions-Chef in der Bezirksvertretung Münster-West, bedauert, dass es im Hinblick auf das FC-Heim am Schwarzen Kamp augenscheinlich keinerlei Bewegung gibt. Er habe sich in der Vergangenheit wiederholt dafür stark gemacht, die Immobilie beziehungsweise deren Terrain für Bebauungszwecke zu nutzen. Seines Wissens nach sei das Clubheim mittlerweile zu einer „Partyhütte“ geworden, in der des Öfteren gefeiert werde.

Er könne sich gut vorstellen, so Wolfgarten weiter, das vom FC Mecklenbeck genutzte Areal in die am Schwarzen Kamp entstehende Wohnbebauung zu integrieren. Gleichwohl gönne er dem Verein, so der Christdemokrat, ein eigenes Clubheim, zumal der FC auf dem Wacker-Komplex an der Egelshove bislang nur als Gast vertreten sei. In Zusammenarbeit mit dem Verein müsse nach Möglichkeiten gesucht werden.

Im Hinblick auf das FC-Heim am Schwarzen Kamp gibt es seitens der Stadt Münster derzeit „keinerlei Pläne, etwas zu tun“, versichert Marion Brink vom Amt für Immobilienmanagement. Man wisse nicht, wie der Verein sein Clubheim aktuell nutze. Sagen könne sie aber, dass es einen Erbbauvertrag gebe, der dem FC Mecklenbeck die Nutzung des 420 Quadratmeter großen städtischen Grundstücks, auf dem die Immobilie stehe, noch bis ins Jahr 2031 ermögliche.

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