Raserei und Schleichverkehr auf der Altenroxeler Straße
Kleiner Kasten erfasst den Verkehr

Münster-West -

Die Stadt hat an der Altenroxeler Straße eine Woche lang das Verkehrsaufkommen erfasst. Dafür wurde dort ein „SR4-Seitenradargerät“ installiert.

Dienstag, 16.10.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.2018, 19:00 Uhr
So sieht das „SR4-Seitenradargerät“ aus, das von der Stadt eine Woche lang zur Verkehrserfassung an der Altenroxeler Straße installiert wurde. Die Aufkleber wurden nach Angaben des Ordnungsamts allerdings von Unbefugten aufgeklebt. Foto: sch

So manchem, der in den vergangenen Tagen auf der Altenroxeler Straße unterwegs war, wird der kleine Metallkasten nahe der Einmündung Zur Landwehr vermutlich gar nicht aufgefallen sein. Bis Anfang der Woche war er am Pfahl unterhalb eines Verkehrsschilds befestigt und wirkte dort wie ein deplatzierter kleiner Briefkasten. Doch damit hatte seine Installation rein gar nichts zu tun, denn bei dem Kasten handelt es sich um ein „SR4-Seitenradargerät“, das der Verkehrserfassung dient.

Sieben Tage lang hatte die Stadt das unscheinbare kleine Gerät an der Altenroxeler Straße platziert. Während dieser Zeit nahm es Tag für Tag rund um die Uhr Messungen vor und zeichnete alles auf. Erfasst wurde dabei laut Heike Niemann-Frey, Sachgebietsleiterin Technik des städtischen Ordnungsamts, die Anzahl von Fahrzeugen, die die Anliegerstraße passierten, sowie das Tempo, mit dem sie unterwegs waren.

In der kommenden Woche sollen die Ergebnisse mittels eines Spezialprogramms am Computer ausgewertet werden. Hielten sich weniger als 85 Prozent der Kraftfahrer ans vorgeschriebene Tempolimit von 50 Kilometern pro Stunde, so sei dies ein Hinweis dafür, dass möglicherweise etwas unternommen werden müsse, um Rasern das Handwerk zu legen, erläutert die Fachfrau vom Ordnungsamt. Dann müsse überlegt werden, ob Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung eingesetzt würden. Beispielsweise könnten Radarmessungen vorgenommen oder verstärkte Polizeikontrollen durchgeführt werden.

Laut Heike Niemann-Frey verfügt die Stadt Münster bereits seit rund fünf Jahren über „SR4-Seitenradargeräte“. Drei Stück sind im Einsatz. Neben der Altenroxeler Straße wurden in den vergangenen Tagen auch an den Straßen Am Gievenbach und Eichendorffstraße Verkehrsmessungen durchgeführt. „Das geschieht meist nach Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde“, erläutert Niemann-Frey. Es gebe aber auch Bürger, die anriefen und sich selbst für die Durchführung von Verkehrsmessungen in ihrer Umgebung stark machten.

Welche Ergebnisse bei der aktuellen Verkehrserfassung an der Altenroxeler Straße zutage kommen, dürfte insbesondere die münsterischen Grünen interessieren: Bereits wiederholt hatten sie – wie berichtet – über gefährliche Raserei und ortsfremden Schleichverkehr auf der Anliegerstraße zwischen Mecklenbeck und Roxel geklagt.

„Es ist wirklich gefährlich auf dieser Straße. Da muss etwas passieren“, hatte Anke Pallas, Fraktions-Chefin der Grünen in der Bezirksvertretung Münster-West, schon vor längerer Zeit in einer der Sitzungen gewarnt und effektive Maßnahmen zur Eindämmung von Raserei und illegalem Durchgangsverkehr angemahnt.

Verbunden mit der Bitte, Abhilfe zu schaffen, hatte es des Öfteren auch von Anwohnern Beschwerden über die heikle Verkehrssituation an der Altenroxeler Straße gegeben. Geeignete Maßnahmen wurden – bislang – allerdings noch nicht ergriffen. Vielleicht wird sich das in nächster Zeit doch noch ändern.

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