Evangelische Kirchengemeinde Roxel, Albachten, Mecklenbeck
Gemeinden gehen Hand in Hand

Münster-Roxel -

Gelebte Ökumene: Die evangelische Kirchengemeinde Roxel und die katholische St.-Pantaleon-Gemeinde haben eine Übereinkunft erzielt. Jeden dritten Sonntag im Monat wird es einen evangelischen Gottesdienst in St. Pantaleon geben.

Donnerstag, 23.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 18:20 Uhr
Verantwortliche der beiden Roxeler Kirchengemeinden vor dem Portal von St. Pantaleon: Pfarrer Johannes Krause-Isermann (l.), Presbyteriums-Vize Corinne Weinheimer und Pfarrer Timo Weissenberg kündigten die schon bald auf absehbare Zeit anstehende Mitnutzung der katholischen Pfarrkirche durch die evangelische Gemeinde an. Foto: ann

Die Tage der Roxeler Nicolaikirche sind gezählt. Am nächsten Sonntag ist Schluss, dann findet dort der „Entwidmungsgottesdienst“ statt. Aber evangelische Gottesdienste wird es auch weiterhin in Roxel geben und zwar in der St.-Pantaleon-Kirche jeden dritten Sonntag um 9.30 Uhr – mit Abendmahl – und jeden fünften Sonntag im Monat.

„In der katholischen Gemeinde hat es bei der Gemeindeversammlung gegen diesen Vorschlag keinerlei Widerstände gegeben“, erklärt Pfarrer Dr. Timo Weissenberg . Bei der jüngsten Versammlung der evangelischen Gemeinde hatte sich deutlicher Unmut geregt, als die Friedhofskapelle als einer der Gottesdienstorte für die Bauphase vorgestellt wurde.

„Wir haben daraufhin im Presbyterium noch einmal beratschlagt“, so die stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums, Corinne Weinheimer . „Vielleicht hatten wir mit Blick auf die Gemeindeteile Albachten und Bösensell Roxel als Örtlichkeit zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl die Offerte der St.-Pantaleon-Gemeinde bereits bestand.“

„Auch bei zu erwartenden großen Hochzeiten oder Beerdigungen wird nach Absprache eine Nutzung grundsätzlich immer möglich sein“, verspricht Weissenberg. Als leitender Pfarrer von St. Liudger haben er und die Mecklenbecker St.-Anna-Gemeinde bereits Erfahrung mit vorübergehender Ausquartierung: „Während der Umbauzeit von St. Anna haben wir problemlos Gastfreundschaft in der Martin-Luther-Kirche genossen. Auch in der Nicolaikirche sind wir schon mal untergekommen“, erinnert er sich.

Pfarrer Johannes Krause-Isermann, der abwechselnd mit Pfarrer Dr. Christoph Nooke den evangelischen Gottesdienst hält, weiß: „In einzelnen Fällen gibt es immer mal wieder Zurückhaltung bei solchen Lösungen. Ich finde es großartig, dass sich hier an der Basis genauso wie auch in der Gemeindeleitung ein so positives Miteinander entwickelt. Manchmal rücken Gemeinden in den Zeiten von  Baumaßnahmen zusammen. Man kann dann nämlich nicht den Anspruch haben, dass in jedem Stadtteil die eigene Konfession gewissermaßen um die Ecke vertreten ist.“

Die Christen der evangelischen Gemeinde werden für die Bauphase, die auf etwa zwei Jahre geschätzt wird, mit St. Pantaleon eine schöne, stimmungsvolle Kirche nutzen können. „Wir werden uns aber auch bemühen, unseren neuen Kirchenraum schön zu gestalten, nach dem Motto: klein aber fein“, verspricht Corinne Weinheimer. „Das Presbyterium mache sich schon jetzt Gedanken.“

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