Bund übernimmt Ahaus
Zwischenlager werden vom Umweltministerium betrieben

Ahaus -

Das Zwischenlager in Ahaus wird ab dem 1. August vom Bundesumweltministerium betrieben. Wie der bisherige Besitzer, die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH, am Montag berichtete, hat sich das Unternehmen mit dem Bund auf die Überführung des Betriebs geeinigt.

Montag, 08.05.2017, 20:05 Uhr

Das Zwischenlager in Ahaus, um das zurzeit eine zweite Mauer zur Terrorabwehr entsteht, wird vom Bund übernommen.
Das Zwischenlager in Ahaus, um das zurzeit eine zweite Mauer zur Terrorabwehr entsteht, wird vom Bund übernommen. Foto: Brennelemente Zwischenlager

Die GNS ist noch eine Tochter der vier großen Energieversorger in Deutschland, sie betreibt die Zwischenlager Ahaus und Gorleben . Die Vereinbarung ist Konsequenz des „Entsorgungsübergangsgesetzes“, mit dem sichergestellt werden soll, dass die Produzenten von Atomstrom auch die Entsorgung des Atommülls bezahlen.

'">

Entsorgung des Atommülls durch Atomstrom-Produzenten

Zum Geschäftsfeld der dafür gegründeten „Gesellschaft für Zwischenlagerung“ (BGZ) gehören laut Bundesumweltministerium künftig nicht nur die Zwischenlager in Gorleben und Ahaus, sondern ab 2019 auch die zwölf Zwischenlager an den AKW-Standorten. Zudem werde sie die Verantwortung für die zwölf Lager mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus Atomkraftwerken übernehmen.

Mehr zum Thema

„Die Gesellschaft für Zwischenlagerung wird dafür Sorge tragen, dass die strahlenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters bis zum Zeitpunkt der Endlagerung sicher aufbewahrt werden“, wird Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zitiert.

Mit dem neuen Gesetz müssen die Betreiber der Atomkraftwerke – das sind Eon/Preußen Elektra, RWE, EnBW und Vattenfall – die Stilllegung, den Rückbau und die Verpackung radioaktiver Abfälle abwickeln und bezahlen, der Bund die Zwischen- und Endlagerung durchführen und finanzieren. Dazu überweisen die Energieversorger 24 Milliarden Euro in einen öffentlich rechtlichen Fond.

'">

GNS-Mitarbeiter werden übernommen

Die rund 80 GNS-Mitarbeiter an beiden Zwischenlagerstandorten werden übernommen – genauso wie rund 70 Mitarbeiter der GNS-Zentrale in Essen. Das Unternehmen will sich nach eigenen Angaben auf die Entwicklung und den Bau von Behältern für Atommüll konzentrieren.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4821190?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F
Mammut-Milchzahn – „Der Fund meines Lebens“
Der etwa sechs Zentimeter lange Milchstoßzahn eines Mammutjungen ist für die Paläontologen eine wahre Sensation.
Nachrichten-Ticker