Vermindertes Platzangebot in der Eurobahn
Pendler-Frust ebbt nicht ab

Ascheberg -

Kein unpünktlicher Fernverkehr, der den Europlan-Fahrbahn durcheinander bringt, nur zwei Nahverkehrszüge, die sich in Capelle gegenseitig passieren lassen. Alles wird gut, oder?

Donnerstag, 08.11.2018, 20:43 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 20:43 Uhr
Die Eurobahnen treffen sich nächste Woche nicht mehr in Capelle, sondern lassen den jeweiligen Gegenzug in Werne passieren.

Kein unpünktlicher Fernverkehr, der den Europlan-Fahrbahn durcheinander bringt, nur zwei Nahverkehrszüge, die sich in Capelle gegenseitig passieren lassen. Wer geglaubt hat, die Eurobahn werde jetzt zeigen, dass sie eine Strecke zuverlässig und pünktlich bedienen kann, irrt. „Seit zwei Wochen fährt die Eurobahn überwiegend nur mit einem Zugteil. Teilweise können die Leute nach Lünen (Dortmund) nicht mehr einsteigen“, schreibt Jörg Niedzwetzki den WN. Die Schmerzgrenze sei eindeutig überschritten. Zwar habe die Eurobahn gegenüber Landrat Schulze Pellengahr im Sommer 2016 Besserung gelobt, aber seither sei alles noch schlimmer geworden.

Keolis Deutschland räumt ein, dass man selbst mit der Betriebslage bei der Eurobahn nicht zufrieden ist: „Aktuell ist unsere Fahrzeugflotte von mehreren Ereignissen betroffen, die einen stabilen Betrieb stark beeinträchtigen. Unser Werkstatt-Team sowie die Fachbereiche arbeiten mit höchster Sorgfalt und Qualität. Wir entschuldigen uns in aller Form bei unseren Fahrgästen und Partnern, dass wir aktuell nicht unseren vollen Service anbieten können“, sagt Magali Euverte Chief Executive Officer Keolis Deutschland. Die Fahrgäste sind vom verminderten Platzangebot betroffen; Zugausfälle werden weitestgehend verhindert. Die Hintergründe, der aktuell nicht vollständig verfügbaren Fahrzeugflotte von rund 90 Fahrzeugen, haben verschiedene Ursachen. Voraussichtlich werde der Großteil der Prüfungen Ende November abgeschlossen sein.

Zwei Fahrzeuge fallen bis Anfang 2019 aus

Seit Mitte August würden alle Triebzüge des Typ Flirt 1 in der Werkstatt in Heessen untersucht, weil ein Schaden an einem Laufwerk festgestellt worden sei. Das „Safety First“ keine Floskel sei, werde die gesamt Flotte gewissenhaft geprüft. Für einige Radwechsel sei die Werkstatt ausgerüstet. Wenn mehr getauscht werden müsse, dauere es bis zur Freigabe länger. Dazu komme der normale Werkstattbetrieb. Und es seien zwei Fahrzeuge in Unfälle verwickelt gewesen, die bis Anfang 2019 ausfallen würden.

Inzwischen hat die Eurobahn den Fahrplan noch einmal angepasst. In Richtung Dortmund ist ab Montag (12. November) jeweils eine Viertelstunde vor der vollen Stunde in Davensberg Abfahrt, in Ascheberg neun Minuten vorher. In Richtung Münster geht es in Ascheberg zehn Minuten nach der vollen Stunde los, in Davensberg eine Viertelstunde nach der vollen Stunde. Die Bahnen treffen sich nun in Werne, nicht mehr in Capelle, um sich zu passieren.

Insgesamt, so die Eurobahn, habe sich die Pünktlichkeit auf 91 Prozent verbessert.

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