Flughafen Münster/Osnabrück
FMO begrüßt millionsten Fluggast in diesem Jahr

Greven -

Nach fünf Jahren hat der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) 2018 erstmals wieder eine nicht nur psychologisch wichtige Zielmarke erreicht: Den millionsten Fluggast begrüßten am Mittwoch FMO-Chef Prof. Rainer Schwarz und für den Aufsichtsrat der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Münsters Stadtdirektor Thomas Paal.

Mittwoch, 12.12.2018, 10:30 Uhr aktualisiert: 12.12.2018, 18:47 Uhr
Begrüßung des Jubiläums-Passagiers mit (v.l.): Günther-Max Hansen (Lufthansa), Thomas Paal (Stadtdirektor von Münster/FMO-Aufsichtsrat), Professor Joachim Cuntz (millionster Fluggast), Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister von Osnabrück//FMO-Aufsichtsrat) und FMO-Chef Rainer Schwarz Foto: Wilfried Gerharz

Warme Worte, Kaffee, ein wenig Gebäck und ein Fluggutschein: Prof. Joachim Cuntz, Mathematiker an der Uni Münster, wirkte schon ein wenig verdutzt angesichts des großen Bahnhofs, der ihn am frühen Mittwochmorgen am Flughafen Münster/Osnabrück ( FMO ) erwartete. Cuntz war der millionste Fluggast in die­sem Jahr. Für ihn war es ein Tag wie jeder andere. Für den Flughafen war er schon besonders.

Der emeritierte Wissenschaftler war auf dem Weg nach Frankfurt – „und von dort weiter nach Bangalore in Indien – Vortragsreise“, sagte er um kurz nach neun so kurz wie knapp. Ja, er nutze den Flughafen inzwischen wieder häufiger, schob der Wissenschaftler noch hinterher. „Weil das Angebot wieder stimmt.“ Ein Satz wie bestellt.

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Passagierzahlen am FMO Foto: Jürgen Christ (Grafik)

Flughafen-Chef Prof. Rainer Schwarz sowie der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert als FMO-Aufsichtsratschef und Stadtdirektor Thomas Paal, Vertreter der Stadt Münster, hörten ihn jedenfalls gerne. Immerhin ist es sechs lange Jahre her, dass der FMO Fluggastzahlen jenseits der Million aufweisen konnte.

Alle Ziele ab FMO

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  • Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2017 / 2018 bietet der FMO 12 Ziele an.

    Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2018 / 2019 bietet der FMO 18 Ziele an.

    Foto: FMO
  • Agadir: Marokkanischen Minztee dürfen Germania-Passagiere mit Reiseziel Marokko nun am Stand von Agadir schlürfen.

    Foto: Manuel Meyer
  • Antalya: Mindestens einmal täglich geht es mit Sun Express in die Sonne der türkischen Stadt.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Faro: Germania steuert die portugiesische Stadt donnerstags an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Die Lufthansa fliegt viermal täglich (dreimal täglich samstags) zum Umsteigeklassiker Frankfurt.

    Foto: Boris Roessler/dpa
  • Fuerteventura: Zweimal die Woche - montags und samstags - fliegt Germania nach Fuerteventura.

    Foto: dpa
  • Madeira: Ein Mal in der Woche fliegt Germanwings seine Passagiere nun in Ronaldos schöne Heimat.

    Foto: dpa
  • Gran Canaria: Nach Gran Canaria geht es mittwochs und sonntags, auch mit Germania.

    Foto: dpa
  • Heraklion: Der Flughafen Heraklion auf Kreta wird Zwei Mal pro Woche von Germanwings angeflogen.

    Foto: dpa
  • Hurghada: Germania und Fly-Egypt fliegen jeweils einmal wöchentlich den ägyptischen Badeort Hurghada an.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Istanbul: Auch neu auf dem Flugplan steht die türkische Metropole Istanbul mit der beeindruckenden Hagia Sophia.

    Foto: Philipp Laage
  • Lanzarote: Ab dem 7.11. fliegt Germania jeden Dienstag nach Lanzarote.

    Foto: dpa
  • Malaga: Die spanische Stadt wird regelmäßig von Germania angeflogen.

    Foto: dpa
  • München: Rund 30 Mal pro Woche steuert Lufthansa München an - mit mehreren Flügen täglich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mallorca: Gleich drei Fluganbieter sind auf der Strecke in den beliebten Urlaubsort Mallora unterwegs: Germania, Niki und Eurowings. Bis auf dienstags gibt es mindestens einen Flug täglich.

    Foto: dpa
  • Salzburg: Neu auf dem Flugplan steht die österreichische Stadt Salzburg: Seit 1997 ist der historische Kern der Stadt UNESCO Weltkulturerbe.

    Foto: dpa
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Teneriffa: Jeden Freitag fliegt Germania auf die Kanaren-Insel.

    Foto: Ina Brzoska/dpa
  • Thessaloniki: Germanwings bringt seine Passagiere jeden Freitag in die nordgriechische Stadt an der Küste.

    Foto: Anja und Andree Henschen

Griesert, eigens zum Gratulieren gekommen, zeigte sich hocherfreut über die aktuelle Entwicklung am Flughafen. „Auch in schwierigen Zeiten haben sich die Gesellschafter zum Flughafen bekannt“, sagte er. Jetzt würden die Früchte des Engagements geerntet. FMO-Chef Schwarz hob die guten Fluggastzahlen hervor. „2017 war der FMO mit einer Steigerung von über 23 Prozent der wachstumsstärkste Airport in Deutschland. In diesem Jahr konnten wir bei den Fluggastzahlen noch mal um sechs Prozent zulegen.“ Gute Laune also in Greven. Cuntz bekam von Lufthansa-Vertreter Günther-Max Hansen einen Reisegutschein geschenkt.

Gute Fluggastzahlen, eine ordentliche Bilanz: Natürlich ist es noch viel zu früh, Ergebnisse für 2019 zu prognostizieren. Das wäre wie Kaffeesatzleserei. Aber einen Blick ins anstehende Jahr werfen, das geht schon. „Ja, wir gehen für 2019 von weiter steigenden Passagierzahlen aus”, sagte FMO-Sprecher Andrés Heinemann am Rande der Feier. Eine dritte in Greven stationierte Germania-Maschine, neue Ziele, höhere Frequenzen auf beliebten Strecken und größere Fluggeräte bei der Lufthansa lassen den Schluss zu.

Das ist der erste Teil der frohen Botschaft. Der zweite: Erstmals seit Jahren „gehen wir davon aus, kommendes Jahr operativ ein schwar­­zes Ergebnis zu erreichen”, betonte Heinemann. Die berühmte schwarze Null also. Zuletzt wurde sie 2011 Wirklichkeit. Im Wirtschaftsplan für 2017 – dem FMO-Boomjahr – steht noch ein operatives Defizit von einer Million Eu­ro. Schon wieder eine Million. Aber keine gute.

Kommentar zum Thema

Zeitenwende am FMO? Die deutet sich zumindest an. Im zweiten Jahr steigende Fluggastzahlen, positive Erwartungen für 2019 und endlich wieder eine schwarze Null am Horizont. Für den Flughafen Münster/Osnabrück läuft es derzeit trefflich. Wer hätte das nach all den Krisenjahren gedacht?

2016 war der Tiefpunkt in Greven. Gerade mal 790 000 Passagiere hatte der FMO noch und damit korrespondierend einen kümmerlichen Rest an Zielen. Das einzige, was damals wuchs, war der Schuldenberg. Da mutierte selbst die Hoffnung als Prinzip zur perspektivlosen Mutlosigkeit.

Zwei Jahre hat es gedauert, das Blatt zu wenden. Natürlich half hierbei auch das Glück nach – Stichwort Germania-Engagement. Geholfen hat auch das 100-Millionen-Euro-Entschuldungspaket und die Bereitschaft des neuen Managements, Klinken zu putzen.

Wieder eine Million Fluggäste und eine schwarze Null in greifbarer Nähe. Das ist ein gutes Signal. Dafür, dass der Flughafen im Gedränge und Gerangel der Airports in einem wachsenden Markt sehr wohl seine Existenzberechtigung hat. Das war viel zu lange viel zu unklar. - Elmar Ries

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Zukunft und Rückblick Was Sie über den Flughafen Münster/Osnabrück wissen müssen

 

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