Nasenbeinbruch nach Diskothek-Besuch
Landgericht zieht einen Schlussstrich

Lengerich/Münster -

In einer Berufungsverhandlung vor der 7. Strafkammer des Schöffengerichts am Landgericht Münster ist jetzt ein Fall von fahrlässiger Körperverletzung abgeschlossen worden.

Freitag, 11.01.2019, 12:41 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 13:24 Uhr
Das Landgericht Münster.  Foto: dpa

Am 1. August 2015 endete der Besuch des Zeugen T. in einer Diskothek in Rheine mit einem Nasenbeinbruch. Das ist einer von wenigen Fakten, die gesichert sind. Auch, dass der heute 33-jährige Angeklagte G., Familienvater und wohnhaft in Lengerich, an der Auseinandersetzung beteiligt war, steht außer Frage. Vom Amtsgericht in Rheine wurde G. zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt. Dagegen legte er Berufung ein. In einem Zivilprozess war dem Opfer im Jahr 2016 Schadensersatz und Schmerzensgeld zugesprochen worden.

In der Verhandlung vor dem Landgericht Münster ging es nun noch einmal um die über drei Jahre zurückliegenden Ereignisse, die von den Beteiligten sehr unterschiedlich dargestellt wurden. Zusammengefasst stellte sich heraus, dass das Opfer an der Bar laut und ausfallend wurde. Die Geschäftsführerin sprach ein Hausverbot aus, welches der Sicherheitsmann – gegen den Widerstand des Opfers – durchsetzen musste.

Wie es am Ende zur gebrochenen Nase kam, ließ sich nach so langer Zeit nicht mehr zweifelsfrei klären. Da der Angeklagte seinen Verpflichtungen aus dem Zivilprozess nachkommt und ihm durch eine Verurteilung im weiteren Leben unverhältnismäßige Nachteile entstünden, beantragte der Staatsanwalt letztlich, das Verfahren gegen eine Geldauflage von 300 Euro einzustellen.

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