Projekt Luftmobilität
Patiententransport künftig per Drohne?

Enschede/Gronau -

Drohnen und ähnliche Flugobjekte könnten in Zukunft die Effektivität der Hilfs- und Rettungsdienste in der Grenzregion verbessern. Die Euregio sowie die Städte Enschede und Münster haben am Donnerstag eine Absichtserklärung mit Airbus, dem Niederländischen Luft- und Raumfahrtzentrum und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterzeichnet.

Freitag, 07.09.2018, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.09.2018, 08:25 Uhr
Mit der Drohne zum Krankenhaus? Ein Projekt soll die öffentliche Sicherheit in der Grenzregion verbessern. Foto: Stefan Werding (Archiv)

Die Absichtserklärung ist Teil der „Urban Air Mobility (UAM)“-Initiative des European Innovation Partnership (EIP-SCC) der EU-Kommission . Dabei werden Projekte initiiert, um die Möglichkeiten und den Bedarf für urbane Luftmobilität zu untersuchen. Die Euregio ist somit das erste Testfeld innerhalb der UAM-iInitiative, in der eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit realisiert wird, teilte die Stadt Enschede am Donnerstag mit.

Die Absichtserklärung ist der Startschuss für ein Projekt, in dem Enschede und Münster mit der Euregio untersuchen wollen, auf welche Weise UAM einen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit in der Grenzregion leisten kann. Vorteile neuer Vehikel gegenüber Hubschraubern sind u.a. schnellere Einsetzbarkeit, niedrigere Kosten und weniger Lärmbelästigung.

Wofür Drohnen eingesetzt werden sollen

In der ersten Phase ist der Fokus auf Beobachtungs- und Alarmierungsdrohnen für z.B. Verkehrsströme und (Wald-)Brände. Man geht davon aus, dass Drohnen später zum Personentransport eingesetzt werden, z.B. um einen Notarzt schnell zum Unfallort zu transportieren.

Klingt wie Science Fiction, aber die Technik entwickelt sich rasend schnell.

Enschedes Bürgermeister Onno van Veldhuizen

„Anwendungen, über die hier diskutiert werden, wie z.B. die Beförderung von Verletzten mithilfe von Drohnen, klingt wie Science Fiction, aber die Technik entwickelt sich rasend schnell”, so Enschedes Bürgermeister Onno van Veldhuizen. „Es findet bereits eine enge Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste und der Hilfsorganisationen in der Euregio statt. Luftmobilität kann einen wichtigen Beitrag zur Optimierung der Dienstleistungen für unsere Einwohner darstellen”.

Neben einer Reihe von Unternehmen in der Region, haben die regionale Feuerwehr Twente und das Medisch Spectrum Twente ihr Interesse bekundet.

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Vertreter der Euregio, der Städte Münster und Enschede sowie der Luft- und Raumfahrtbehörden und von Airbus unterzeichneten am Donnerstag die Absichtserklärung im Enscheder Rathaus. Foto: Stadt Enschede

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