Neue Regelung
Vorrang für Radfahrer auf dem gesamten Eschweg

Gronau/Epe -

Viele Verkehrsteilnehmer werden sich daran gewöhnen müssen: Der Eschweg ist – neben der Laubstiege – inzwischen in Gronau die zweite Fahrradstraße.

Donnerstag, 18.10.2018, 18:38 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 18:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 18:38 Uhr
Neue Schilder weisen auf die neue Funktion des Eschwegs als Fahrradstraße hin. Foto: Klaus Wiedau

Viele Verkehrsteilnehmer werden sich daran gewöhnen müssen: Der Eschweg ist – neben der Laubstiege – inzwischen in Gronau die zweite Fahrradstraße. Einen entsprechenden Beschluss hat der Ausschuss für Verkehr, Umwelt, Energie und Tierschutz gefasst. Die Maßnahme war im Radverkehrskonzept der Stadt aus dem Jahr 2015 vorgeschlagen worden. Zwischen Eper Straße und Amelandsweg haben dort jetzt Fahrradfahrer Vorrang, wie Jan Bakenecker-Serné vom Fachdienst Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, gegenüber den WN deutlich machte.

„Die Verkehrszeichen für die Fahrradstraße wurden inzwischen am Eschweg durchgängig installiert“, so der Fachmann. Anfang November sollen zudem an den jeweiligen Anfangspunkten (Amelandsweg und Eper Straße) auch die roten Markierungen auf die Fahrbahn aufgebracht werden, die die Nutzer der Straße – zusätzlich zur Beschilderung – auf die veränderten Verkehrsverhältnisse aufmerksam machen sollen. Dazu dienen im Verlauf der Straße auch Fahrrad-Piktogramme, die (im Abstand von rund 50 Metern) auf die Fahrbahn aufgebracht werden.

Derzeit weisen besondere – blaue – Schilder (Verkehrszeichen 244, erst 1997 in die Straßenverkehrsordnung eingeführt), den Eschweg als Fahrradstraße aus. Zusätzlich sind noch Zuschatzschilder mit dem Hinweis „Anlieger frei“ montiert. Die werden aber kurzfristig noch gegen eine Beschilderung mit ‚Kfz frei‘ getauscht. Damit dürfen dann auch andere Verkehrsteilnehmer die Straße befahren – aber immer unter Beachtung der Vorschrift, dass Radfahrer Vorrang haben. Das Ende einer Fahrradstraße wird ebenfalls mit einem besonderen Schild (Fahrradstraße, ohne blaue Farbe, dafür aber mit diagonalen Streifen) markiert.

„In Fahrradstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h“, so der Verkehrsexperte auf Nachfrage. Daran müssen sich alle Fahrzeuge halten – also die Fahrräder ebenso wie möglicherweise zulässige Autos. Die Radler haben ansonsten Vorrang, dürfen beispielsweise auch nebeneinander fahren. Aber: Auch in Fahrradstraßen gilt nach der StVO das Rechtsfahrgebot. Wenn ein Autofahrer Radfahrer überholen will, muss er einen seitlichen Abstand von 1,50 Metern einhalten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6131114?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Post reagiert nicht auf Hilfsangebot
Eine Münsteranerin hat Strafanzeige gestellt, weil viele ihrer Briefe im Sommer einfach verschwunden sind.
Nachrichten-Ticker