Mehr Geld für Christophorus-Kliniken
5,8 Millionen Euro für neuen Kreißsaal und Frühchen

Coesfeld -

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kam persönlich nach Coesfeld, um den Christophorus-Kliniken einen Förderbescheid mitzubringen, der es in sich hatte: 5,8 Millionen Euro.

Freitag, 08.11.2019, 17:17 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 18:23 Uhr
Mehr Geld für einen neuen Kreißsaal bekommen die Christopherus Kliniken. Foto: pexels.com/wayne Evens

Das Geld soll in die Kinderklinik mit der Neu- und Frühgeborenenmedizin am Standort Coesfeld investiert werden. Ein neuer Kreißsaal soll entstehen, die Frühchenstation von 12 auf 19 Plätze und die Kinderintensivstation erweitert werden.

Insgesamt 70 Millionen Euro verteilt

„Wir freuen uns sehr, denn damit wird Spitzenmedizin gefördert, die für die Versorgungsstruktur der Region von besonderer Bedeutung ist“, sagt Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken.

Bewerben konnten sich, so Laumann , Krankenhäuser, die mit ihren geplanten Maßnahmen die Leistungsstrukturen in ländlichen Gebieten nachhaltig stärken.

Insgesamt ist der Fördertopf mit rund 70 Millionen Euro gefüllt – sechs weitere Krankenhäuser in NRW bekommen daraus Geld.

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Freuen sich über den Förderbescheid, den NRW-Minister Josef Laumann (4.v.l.) vorbeibrachte: Dr. Jan Deitmar (Geschäftsführer Christophorus-Kliniken), Dr. Bernhard Thülig (Bezirksregierung), Dr. Mark Lönnies (Geschäfsführer Kliniken), die Chefärzte Dr. Klaus-Dieter Jaspers und Dr. Hubert Gerleve, der Ärztliche Direktor Dr. Friedrich Krings, Pflegedirektorin Annika Wolf Foto: Viola ten Horst

„Hier wird eine exzellente Medizin mit zugleich viel Empathie und Menschlichkeit gemacht“, lobt Laumann beim Pressetermin. Nicht alles von überregionaler Bedeutung müsse in Münster angesiedelt sein, auch dafür stehe das Beispiel der Kinderklinik in Coesfeld. „Ich freue mich, dass das Land NRW die Christophorus-Kliniken bei der Stärkung der Entbindungs- und Frühgeborenenversorgung unterstützt.“ Sowohl die Versorgungsqualität von Neugeborenen als auch der Mütter werde verbessert.

Großes Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet für die Geburtsmedizin mit ihren speziellen Leistungen geht weit über den Kreis Coesfeld hinaus. „Die Anzahl der Geburten ist doppelt so hoch wie vor sechs Jahren“, berichtet Lönnies. Das liegt zwar auch, aber nicht nur an dem Ansehen, das sich die Kinderklinik erarbeitet hat. Denn viele umliegende Geburtskliniken schlossen ihre Türen. Steinfurt 2015, Haltern 2018 und zuletzt Stadtlohn in diesem Jahr.

„Wir rechnen mit weit über 2300 Geburten für 2019“, untermauert Lönnies den Trend der steigenden Geburten in Coesfeld mit Zahlen.

Die Situation habe aber auch dazu geführt, dass baulich etwas verändert werden müsse, sagt Dr. Hubert Gerleve, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik. „Unsere räumlichen Möglichkeiten sind zurzeit beschränkt“, beschreibt er die dichte Belegung. Gerade recht kommt daher die hohe Fördersumme. „Umso mehr Kapazitäten wir haben, desto ruhiger entbinden wir“, unterstreicht Dr. Klaus-Dieter Jaspers, Chefarzt der Frauenklinik. Zudem bedeutete eine komfortablere Raumsituation auch, dass Hebammen und anderes Fachpersonal besser gewonnen werden könne. Gerleve: „Es wird für kranke und sehr kranke Kinder ein räumliches Umfeld geschaffen, in dem auch die Mitarbeiter gerne tätig sind.“ Eine Win-win-Situation.

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