Ratsherr schildert persönliche Erfahrungen
„Katastrophale Zustände“ bei der Eurobahn

Ascheberg -

Ratsherr Volker Müller-Middendorf ist eine Woche lang aus beruflichen Gründen mit der Eurobahn gefahren. Seine negativen Eindrücke schilderte er dem Wirtschaftsförderungsausschuss: sieben Störungen in fünf Tagen.

Mittwoch, 19.09.2018, 18:42 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 18:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 19.09.2018, 18:42 Uhr
Die Eurobahn ist offensichtlich seit Monaten nicht mehr zuverlässig auf Kurs. Verspätungen und Ausfälle sind nach Auskunft von Pendlern an der Tagesordnung. Foto: lwo

Seine leidvollen Erfahrungen mit der Eurobahn auf der Linie Münster-Dortmund schilderte Ratsherr Volker Müller-Middendorf am Dienstagabend den Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsausschusses. „Ich bin in der vergangenen Woche Bahn gefahren, weil ich ein Seminar hatte: fünf Tage mit sieben Störungen“.

Pendler hätten ihm bestätigt, dass die Probleme wegen ausfallender Züge seit Monaten zunehmen. „Die Zustände sind katastrophal“, resümierte Müller-Middendorf seine persönlichen Erfahrungen sowie die der angesprochenen Pendler. Er bat die Verwaltung, sich bis zur nächsten Haupt- und Finanzausschusssitzung mit der Eurobahn und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr in Verbindung zu setzen. Ferner möge sich die Verwaltung mit anderen betroffenen Kommunen kurzschließen, „um den Druck auf die Eurobahn zu erhöhen“. Das Unternehmen biete nur einen „schlechten ÖPNV“ an.

Dünne Personaldecke der Eurobahn

„Wir können beim Zweckverband und bei der Eurobahn gerne noch mal nachfragen“, versprach Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus. Seines Wissens liege die Problematik bei der Ausbildung von Lokführern, also in der dünnen Personaldecke der Eurobahn.

Den Eindruck des Ratsherrn bestätigt Ingo Giesenregen, der als Pendler auf der Strecke Münster-Dortmund unterwegs ist. „Schon seit Jahren ist die Eurobahn auf der Strecke überaus unzuverlässig, doch seit Sommer diese Jahres findet noch eine Steigerung statt. Ständige Streichungen von Zügen bei Verspätungen über 30 Minuten, im Zug befindliche Fahrgäste werden von der Eurobahn auf halber Strecke an Bahnhöfen ohne Infrastruktur im Münsterland ,ausgesetzt‘, damit der Zug zurückfahren und den Takt wieder aufnehmen kann“, macht Giesenregen den Zweckverband in einem Mail, das der Redaktion vorliegt, auf Missstände bei der Eurobahn aufmerksam. Aufgrund des unzuverlässigen Fahrplans müsse er seine tägliche Arbeitszeit ab Oktober kürzen, was mit einem schmerzlichen Verdienstausfall verbunden sei.

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