Befürworter-Initiative „Ja-Bewegt“
Was macht das Kompetenzzentrum?

Havixbeck -

Verwaltung, Sandstein-Museum und die Befürworter der „Ja-bewegt“-Initiative erläutern in ihrer Presseerklärung, was sich am Rabertshof ändern wird.

Samstag, 12.01.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 18:14 Uhr
Das Baumberger-Sandstein-Museum soll umgestaltet werden. Die Befürworter-Initiative „Ja-Bewegt“ unterstützt das Vorhaben. Foto: Museum

„Ganz oft berate ich Leute zum richtigen Umgang mit Sandstein“, berichtete Dr. Joachim Eichler schon 2011. Laien, aber auch Architekten, suchen beim Leiter des Sandstein-Museums Rat, so Gemeindeverwaltung, Sandstein-Museum und die Befürworter-Initiative „Ja-Bewegt“ in einer gemeinsamen Presseerklärung. Daraus entstand die konzeptionelle Idee für ein verändertes Nutzungskonzept des Museums. Das NRW-Förderprogramm „Regionale 2016“ bot die Chance, mit externer Fachexpertise Innovation in den ländlichen Raum zu tragen.

Ein entscheidender Impuls für das Projekt kam vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL): „Wie sollen unsere Orte im Münsterland in Zukunft aussehen? Wie wollen wir zusammenleben?“ Solche ganz handfesten Fragen der Baukultur werden im neuen Kompetenzzentrum angesiedelt. Hier liegt das Innovationspotenzial für das Museum, denn seine Ausstellung ist heute nicht mehr zeitgemäß, die Besucherzahlen gehen rapide zurück.

Ob Havixbeck dem Regionale-Konzept mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur“ zustimmt, wird am 10. Februar (Sonntag) durch die Bürgerschaft entschieden.

Verwaltung, Sandstein-Museum und die Befürworter der „Ja-bewegt“-Initiative erläutern in ihrer Presseerklärung, was sich am Rabertshof ändern wird. Die Museumsausstellung wird zum Mitmachmuseum umgestaltet. Zusätzlich entstehen ein thematischer Bildungsstandort, ein Kulturzentrum und passende touristische Programme. Auch eine eigenständige Gastronomie fehlt nicht.

Neu ist: Der Eingang zum „Kompetenzzentrum“ führt über den Innenhof. Ein flacher, schlanker Neubau ordnet sich den historischen Sandsteingebäuden unter und schließt den Platz zum Wohngebiet ab. Dort finden ein Werkraum, die Kasse, der Museumsshop, moderne Toi­lettenanlagen sowie die Gastronomie ihren Platz.

Der Vorteil dieses neuen Gebäudes ist nicht zu unterschätzen. Das Café kann unabhängig vom Museum öffnen. Im Haupthaus entsteht Platz für eine größere Dauerausstellung und einen Seminarraum. Ein Bildungsort, der zu Kreativität anregt, entsteht. Schüler werden Sandsteinexponate ansehen, anfassen und auch selber gestalten. Solche Erfahrungen prägen.

Der Fachbereich Architektur an der Fachhochschule Münster bucht die Räume für Workshops. Fachleute zur regionalen Baukultur vernetzen sich und vertiefen ihr Wissen. Das Kompetenzzentrum spricht junge Menschen, interessierte Laien aus Havixbeck, Touristen und Kulturinteressierte, auch Fachleute an. Dadurch wird Havixbeck überregional neu ins Gespräch kommen, so die Befürworter.

In der ehemaligen Scheune wird es einen Mehrzweckraum geben, sowohl für Sonderausstellungen des Museums als auch für Firmentagungen, Workshops, sowie für Kulturveranstaltungen der Havixbecker Theater- und Musikszene. Susanne Westhoff vom Törchen weiß: „Sportvereine haben ihre Sportplätze. Wir müssen vor jeder Aufführung zuerst einen freien Raum finden. Der fehlt in Havixbeck seit Jahren.“

Flankiert werden die Veränderungen am Museum durch das neue Tourismuskonzept Baumberge 2026. Immerhin verbindet das Thema Sandstein alle beteiligten Orte. Würde das Sandstein-Museum nicht entwickelt, fehlte dem Tourismuskonzept die Strahlkraft. Auch entstünde kein Mitmachmuseum zum Beobachten, Hören, Tasten, Bauen und Gestalten, kein Bildungs- und kein Kulturort wie geplant.

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