Stadt muss bei Kita-Plätzen nachlegen
Mehr Raum für Kinder

Lüdinghausen -

Die Stadt braucht noch mehr Platz im Kita-Bereich. So wird in Seppenrade eine ganz neue Einrichtung gebaut werden müssen. Während in Lüdinghausen im kommenden Kindergartenjahr drei zusätzliche Gruppen für Kinder unter drei Jahren untergebracht werden müssen.

Donnerstag, 23.11.2017, 13:11 Uhr

Erst im März wurde der Grundstein für die neue DRK-Kita „Entdeckungsreich“ am Stadion gelegt. Jetzt ist die Kindergartenbedarfsplanung schon wider überholt. Die Stadt braucht allein in Lüdinghausen Platz für drei zusätzliche Gruppen, und in Seppenrade wird eine ganze Einrichtung neu gebaut werden müssen.
Erst im März wurde der Grundstein für die neue DRK-Kita „Entdeckungsreich“ am Stadion gelegt. Jetzt ist die Kindergartenbedarfsplanung schon wider überholt. Die Stadt braucht allein in Lüdinghausen Platz für drei zusätzliche Gruppen, und in Seppenrade wird eine ganze Einrichtung neu gebaut werden müssen. Foto: kvb

Kaum ermittelt, scheinen die Zahlen schon wieder Makulatur zu sein. Der Bedarf an Kindergartenplätzen in Lüdinghausen – und wohl nicht nur dort – scheint sich im Monatsrhythmus zu ändern. So stellte Yvonne Benson , Leiterin des Fachdienstes Kindertagesbetreuung im Jugendamt des Kreises Coesfeld, dem Sozialausschuss am Dienstagabend den pro­gnostizierten Bedarf für Lüdinghausen im Kindergartenjahr 2018/19 vor.

Danach werden in Lüdinghausen 26 und in Seppenrade 19 Kinder unter drei Jahre nach jetzigem Stand keinen Kindergartenplatz aus dem Bestand erhalten. Die Folge: Die Stadt muss Raum schaffen. In Lüdinghausen müssen drei neue Gruppen untergebracht werden, in Seppenrade ist gleich der Bau einer neuen Einrichtung ins Auge gefasst. Und die, so der Vorschlag der Verwaltung, soll im Baugebiet „Kastanienallee-Nordwest“ entstehen. Zunächst werde es für all diese Vorhaben Provisorien in Modulbauweise geben. Konkrete Zahlen konnte Benson dem Ausschuss noch nicht nennen, da die Anmeldezahlen für die Kinder erst Ende Dezember vorliegen.

Rafael Borgmann (UWG) regte an, die drei in Lüdinghausen erforderlichen Gruppen möglichst an bestehende Kitas anzudocken. Im Rosendorf muss sich die Stadt allerdings auf die Suche nach einem Träger für den neuen Kindergarten begeben. In diesem Zusammenhang bedauerte Dieter Tüns (CDU), dass sich die Katholische Kirche im Bistum gänzlich aus der Trägerschaft für neue Kitas zurückgezogen habe: „Das passt nicht in die Zeit.“ Dem hielt Pastoralreferent Michael Kertelge entgegen, dass die Kirchengemeinde St. Felizitas bereits seit vielen Jahren fünf Kitas betreibe. In Trägerschaft der Stadt Lüdinghausen gibt es dagegen nur zwei Einrichtungen. Das bezeichnete Gustav Bölke (Grüne) als „beschämend“. Man könne nicht ständig neue Baugebiete ausweisen, aber nicht für genügend Platz für den Nachwuchs sorgen.

Christdemokrat Tüns wies zudem darauf hin, dass es angesichts der ausgedehnten Betreuungszeiten immer häufiger personelle Engpässe in den einzelnen Kindergärten gebe. Da müsse gegengesteuert werden, gab er der Mitarbeiterin des Kreises mit auf den Weg.

Zum Abschluss der Diskussion stimmte der Ausschuss einstimmig für den Bau eines Kindergartens samt Trägersuche in Seppenrade sowie die Erweiterung bestehender Tageseinrichtungen in Lüdinghausen.

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