Haushaltungsberatungen im Ausschuss
Mehr Stunden für die Schulsozialarbeit

Lüdinghausen -

Geht es nach dem Schulausschuss, bekommen die Schulsozialarbeiter an den drei Grundschulen in Lüdinghausen und Seppenrade künftig mehr Zeit für ihre Arbeit. Den Bedarf erkannten die Kommunalpolitiker sämtlicher Fraktion in der Sitzung am Dienstagabend an. Allerdings sahen sie nicht alleine die Stadt in der Pflicht bei der Übernahme der Kosten.

Donnerstag, 31.01.2019, 08:00 Uhr
Teilen sich bislang eine Stelle für die Schulsozialarbeit an den drei Grundschulen: Claudia Heckes und André Bollmer. Foto: wer

Haushaltsberatungen standen im Mittelpunkt der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend. Schwerpunkt war dabei das Thema Schulsozialarbeit an den drei Grundschulen in Lüdinghausen und Seppenrade. Die SPD hatte bereits im vergangenen Jahr beantragt, das Stundenkontingent zu erhöhen. Ein Vorschlag, der über alle Parteigrenzen hinweg auf Zustimmung stieß. „Der Bedarf ist da, darin sind wir uns alle einig“, machte beispielsweise Dieter Tüns für die CDU-Fraktion deutlich.

Der Bedarf ist da, darin sind wir uns alle einig.

Dieter Tüns

Im November 2018 hatte der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, zu ermitteln, was eine Aufstockung von derzeit einer Vollzeitstelle auf künftig 1,5 Stellen kosten würde. Träger des Angebots ist die Evangelische Jugendhilfe Münsterland. Bislang leisten Claudia Heckes und ihr Kollege André Bollmer 15 Stunden an der Ostwall-, 14 an der Ludgeri- und zehn an der Marienschule. Das bedeutet für die Stadt Kosten in Höhe von 77 000 Euro. Auf Nachfrage von Markus Kehl (UWG) erläuterte der Beigeordnete Matthias Kortendieck, dass sich die Stundenzahl in erster Linie an der Schülerzahl orientiere. Bei einer Aufstockung auf 1,5 Stellen, die laut Kortendieck durch die beiden bisherigen Schulsozialarbeiter abgedeckt würde, kämen auf die Stadt mit 116 000 Euro knapp 40 000 Euro an Mehrkosten zu.

Die Aufstockung ist wichtig und richtig. Sie bedeutet eine Entlastung für Lehrer und Schulleiter.

Sabine Schäfer

„Die Aufstockung ist wichtig und richtig. Sie bedeutet eine Entlastung für Lehrer und Schulleiter“, hob Sabine Schäfer (FDP) hervor. „Das tragen wir auch so mit. Dennoch sollte die Stadt einmal an den Kreis herantreten und prüfen, ob hier nicht Aufgaben der Sozialarbeit, die ja beim Kreisjugendamt angesiedelt sind, auf die Schulen verlagert werden. Dann müsste sich der Kreis auch an den Kosten beteiligen“, machte Tüns deutlich.

Vorausgesetzt, der Rat stimmt dem Haushalt am 19. Februar zu, wird der Umfang der Schulsozialarbeit an den Grundschulen zunächst für ein Jahr auf 1,5 Stellen erhöht. Dann soll es noch einmal eine Überprüfung des Bedarfs geben. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, sich mit dem Kreis in Sachen Kostenbeteiligung in Verbindung zu setzen.

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