Ergiebige Niederschläge füllen Grundwasser und Gewässer auf
Alles gut an der Regenfront

Lüdinghausen -

Die Einen können das Schmuddelwetter nicht mehr sehen, die Anderen freuen sich über die ergiebigen Regenfälle. Anton Holz vom Wasser- und Bodenverband gehört jedenfalls zur zweiten Gruppe. Nach dem Dürre-Jahr 2018 sind die Niederschläge für ihn ein Segen.

Freitag, 15.03.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 14:20 Uhr
Die Borgstever zeigt sich gut gefüllt. Seit Jahresbeginn sind – laut der DWD-Wetterstation in Brochtrup – mehr als 160 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, deutlich mehr als im Vergleichszeitraum 2018. Foto: ben

Ohne Regenjacke oder Schirm vor die Tür treten? Derzeit keine gute Idee. Ob „Eberhard“ oder „Franz“ – ein Tiefdruckgebiet jagt momentan das andere und lässt die Vorfreude auf den Frühling in weite Ferne rücken. Doch was Otto Normalbürger nicht mehr sehen mag, ist für Anton Holz durchaus Anlass zur Freude. Der Vorsitzende des Wasser- und Bodenverbandes Stever-Lüdinghausen ist hochzufrieden mit dem, was da von oben runterkommt. „Es regnet zwar sehr viel, aber das über einen längeren Zeitraum verteilt. Und genau diesen Landregen haben die Gewässer und Böden nach dem Dürrejahr 2018 dringend gebraucht“, erklärt Holz. So seien die Wasserspeicher in diesem Jahr schon früh wieder gut gefüllt. „Der Halterner Stausee dient da für uns als wichtiger Indikator. Und dessen Wasserstand sieht schon gut aus.“ Auch die trockengefallenen Bäche führten wieder Wasser. Ebenso positiv sieht es laut dem Fachmann bei der Grundwasserneubildung aus. „Vielerorts laufen schon wieder die Drainagen, das Wasser ist also auch in den tieferen Bodenschichten mittlerweile angekommen.“

160 Liter Regen seit Jahresbeginn

Und tatsächlich belegen auch die Messdaten der Wetterstation, die Hugo Kleuter für den Deutschen Wetterdienst in seinem Garten in Brochtrup betreibt, diese Einschätzung. „Vor allem der März hat bislang eine Menge Niederschlag gebracht“, so Kleuter. Demnach gab es im Januar 54 Liter, im Februar 40 Liter und in der ersten Märzhälfte 70 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter. „Damit liegen wir derzeit ungefähr 50 Liter über dem Vorjahreswert“, rechnet Kleuter vor.

Heinz-Helmut Steenweg, bei der Stadtverwaltung für das Thema Gewässer zuständig, sieht aktuell durchaus noch Bedarf an weiteren Niederschlägen: „Bislang ist das Regenminus vom vergangenen Jahr erst zum Teil wieder ausgeglichen. Da kann noch mehr kommen.“

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