Plattdeutscher Abend beim Struck
Weltgeschehen in Mundart kommentiert

Lüdinghausen -

Etwa 70 Gäste hieß die Struckgemeinschaft jetzt zu ihrem Plattdeutschen Abend willkommen. Der wurde von Angelika Sasse am Akkordeon sowie Josef Helmert und Norbert Domhöver mit Wortbeiträgen gestaltet.

Sonntag, 17.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 16:16 Uhr
Die Akteure des Plattdeutschen Abends beim Struck (v.l.): Angelika Sasse, Josef Helmert und Norbert Domhöver. Foto: Bastian Becker

Die Struckhymne zum Abschluss des Programms wurde fünf Strophen lang hochdeutsch gesungen. Das war beim Plattdeutschen Abend der Struckgemeinschaft im Struckhaus aber naturgemäß die absolute Ausnahme. Als Einstieg präsentierten acht Kinder aus der Theatergruppe Seppenrade das plattdeutsche Stück „Nahsitten“ von René Meier . Darin müssen sieben sehr verschiedene Schüler fünf Stunden lang gemeinsam nachsitzen und wachsen währenddessen zusammen.

Der Aufsatz zum Thema „Wer wir sind“ fasst die Selbsterkenntnis zusammen. Das Stück wurde unter der Leitung von Georg Schulze Spüntrup, Jutta Springer und Reinhold Pieper eingeübt und begeisterte die etwa 70 Gäste.

Gedichte und Dönekes

Anschließend unterhielten Josef Helmert und Norbert Domhöver im Wechsel die Struckgemeinschaft mit Gedichten und „Dönekes“ aus Sammelwerken wie „Nu küer du, mi trönt de Augen“. Dabei nahm Helmert in seiner Einstiegsrede sowohl die Weltlage (Trump, Brexit) als auch die Situation in „Lünkhusen“ (Bauprojekte, Maggi-Krise) in den Blick. Im weiteren Verlauf wurden der Umweltschutz, die „Wischeritis“, das „Hassebassen“ (Streiten), der Ausziehtisch oder Omas Umgang mit dem Telefon aufs Korn genommen.

Die kurzfristig eingesprungene Angelika Sasse am Akkordeon sorgte für eine schwungvolle Untermalung der klassischen Lieder wie „Et geiht nicks üöwer de Gemötlickkeit“ oder „Dat Möönken“, bei denen die Anwesenden lautstark mitsangen.

Daniel Wilmer, zweiter Struck-Vorsitzender, betonte: „Der plattdeutsche Abend ist eine Tradition, die fortgeführt werden muss und viele Anhänger hat.“

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