16. Komische Nacht an neun Orten
Spaßmacher reizen das Zwerchfell

Münster -

Zwischen Schieflachen und Tränen aufwischen, Nonsens und gewichtigen Alltagsratschlägen bewegte sich die 16. Auflage der Komischen Nacht in Münster. Manche Darbietung war gar etwas unheimlich – wie der Auftritt von Mentalist Timon Krause.

Freitag, 11.10.2019, 19:00 Uhr
Heiland schaffte es im Hot Jazz Club am intensivsten, die Gäste einzubeziehen, freiwillig oder unfreiwillig. Foto: Andreas Hasenkamp

Auch 2019 zog die „Komische Nacht“ reichlich Gäste in Cafés, Bars und Restaurants in Münster, vom Mole bis zum Artusi. Je fünf Spaßmacher verschiedenster Art unterhielten je 20 Minuten an jedem der neun Orte.

Schieflachen war angesagt bei Thomas Schmidt , der für einen Kollegen eingesprungen war. Das Publikum im voll besetzten „Lolas SchickSaal“ war begeistert von ihm. Reichlich Tränen zu wischen galt es hingegen bei C. Heiland , dem wohl geistreichsten der Künstler. 

Gäste wurden mit einbezogen

Im Hot Jazz Club, wo schon Bumillo gut angekommen war, schlug Heiland bestens ein. Bei ihm war gefordert, aus dem Glucksen rechtzeitig zur nächsten Pointe wieder alle Sinne beisammen zu haben – auch die Nonsense-Jokes mit Wortwitz-Kalauern forderten Mitdenken. Heiland schaffte es am intensivsten, die Gäste einzubeziehen, freiwillig oder unfreiwillig, und Musik bot er auch.

Sicherlich Recht hatte der Biologe Keirut Wenzel mit seinen Hygiene-Tipps zum Händewaschen, doch mit den drastisch-plastischen Ausmalungen zu Bakterien-Biotopen auf Smartphones war sein Thema im Ristorante Artusi suboptimales Element des Menüs.

Dennoch sei er „zum Aufwärmen ganz gut“ gewesen, meint einer aus der Gruppe von Gästen aus Telgte. Eine Dame in der Runde hatte nach einem Besuch der „Komischen Nacht“ im Vorjahr die anderen animiert.

Aus dem Leben eines Sehbehinderten

Eine teils andere Kategorie war der sympathische Timur Turga, der aus seinem Leben mit Sehbehinderung erzählte und von teils peinlichen, teils witzigen Begegnungen mit Nicht-Sehbehinderten berichtete. Mit Humor und Zuversicht konnte er ebenso beeindrucken.

Mentalist Timon Kraus ermittelte sogar das Geburtsdatum des Sohnes eines Gastes.

Mentalist Timon Kraus ermittelte sogar das Geburtsdatum des Sohnes eines Gastes. Foto: Andreas Hasenkamp

Für die Vielfalt der „Komischen Nacht“ 2019 stand auch ein Mentalist, Timon Krause, der es im Hot Jazz Club tatsächlich schaffte, das Geburtsdatum des Sohnes eines Gasts zu ermitteln. „Das war ja mal etwas Ungewöhnliches“, sagt eine Frau. Sie könnte auch den ganzen Abend gemeint haben.

Mit im unterhaltsamen Reise-Reigen der Komiker zwischen Aposto, Besitos, Café & Bar Celona, Hot Jazz Club, „Lolas SchickSaal“, Marktcafé, Mole, Pension Schmidt und Ristorante Artusi waren noch Friedemann Weise, Nagelritz und Volker Diefes.

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