Klavierabend ehrt Robert Schumann
Musik und Geist des Komponisten sensibel ergründet

Senden -

Lutz Görner, Nadia Singer und Edward Leach zeichneten bei einem Klavierabend im Sendener Rathaus ein lebendiges Bild von Robert Schumann. Texte, Klavierstücke und Lieder vermittelten feinfühlig einen Eindruck in Musik und Persönlichkeit des großen Komponisten.

Sonntag, 24.03.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 17:51 Uhr
Vermittelten eine einzigartige künstlerische Annäherung an den Komponisten Robert Schumann (v.l.): der Tenor Edward Leach, die Pianistin Nadia Singer und der Rezitator Lutz Görner. Foto: Axel Engels

Eintauchen in romantische Gefühle in all ihrer Vielfältigkeit konnten zahlreiche Musikliebhaber am Freitagabend im Rathaus: Lutz Görner, Nadia Singer und Edward Leach zeichneten dort ein lebendiges Bild des Komponisten Robert Schumann . Bereits zum dritten Mal war Lutz Görner mit seinem eigens entwickelten Format in Senden, bei dem es ihm nicht nur um ein Aufzählen musikgeschichtlicher Fakten geht. Er schaut hinter die Dinge, wobei er mit Akribie und Feinsinn den Geist der Musik und die Seele eines Komponisten ergründet.

Ebenso wie Robert Schumann ist der 74-jährige Lutz Görner ein feinsinniger und vielbegabter Künstler. Er versucht, das Publikum zu begeistern und setzt dabei seine rhetorischen und schauspielerischen Fähigkeiten ein. Zusammen mit der jungen, überaus begabten Pianistin Nadia Singer hat er ein Programm zusammengestellt, bei dem die Stimmungen und Eindrücke der von ihm vorgetragenen Texte in ein lebendiges musikalisches Gewand gekleidet werden. Da zum Schaffen Robert Schumanns auch circa 150 Lieder gehören, war das Mitwirken des Tenors Edward Leach eine Bereicherung für das gebannt lauschende Publikum.

Stationen des Lebens, persönliche Erlebnisse, Liebesbeziehungen und nicht zuletzt die innere Zerrissenheit Robert Schumanns fanden sich in den mit markanter Stimme vorgetragenen Zeitdokumenten wieder. Lutz Görner wusste bei der Rezitation lyrischer Werke genau den Kern eines jeden Gedichtes zu erfassen und dem Publikum nahe zu bringen.

Nadia Singer gilt als eine der führenden Vertreterinnen der pianistischen Zunft. Wenn sie solistisch an diesem Abend drei Stücke aus dem „Carnaval op. 9“ spielte oder ihrer Lebendigkeit bei dem „Faschingsschwank op. 26 Nr.3“ freien Lauf ließ, genoss man ihre bis ins kleinste Detail dem Geiste der Musik entsprechende Interpretation. Selten hat man die „Romanze op. 28“ so innig und gefühlvoll gehört. Immer stellte sie ihre Virtuosität in den Dienst der Musik. Aber sie war nicht nur als Solistin exquisit, sondern wechselte auch in der Rolle als Begleiterin des Tenors Edward Leach, was eine ganz andere Spielweise bedingt. Der Dialog zwischen diesen beiden Musikern war ein reiner Genuss, sie verstanden sich bestens und wussten bei den vertonten Gedichten von Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff das Publikum zu begeistern.

Wenn man sich feinsinnig dem Geist der Musik und damit der Persönlichkeit von Robert Schumann nähert wie diese drei Künstler, dann kann man einfach jedem Musikliebhaber ein einzigartiges Erlebnis der Begegnung schenken.

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