Hauptschule und Justin-Kleinwächter-Realschule laufen aus
Kein großes Chichi

Greven -

Kein großes Chichi – das Kollegium der auslaufenden Marienhauptschule will ausdrücklich einen eher schmucklosen Abschied. Am 30. Juni erhalten die Schüler des letzten Zehner-Jahrgangs ihre Abschlusszeugnisse. Wenige Tage später, am 4. Juli, endet die Ära Marienhauptschule dann mit einer offiziellen Verabschiedungsfeier für geladene Gäste. Ähnlich bereitet sich die Justin-Kleinwächter auf den letzten Tag vor. Auch dort werden am 30. Juni die letzten Schüler mit Zeugnissen ausgestattet. Der „Finaltag“, wie er getauft wurde, folgt am 7. Juli.

Mittwoch, 29.03.2017, 05:03 Uhr

Das Ende rückt näher: Haupt- und Justin-Kleinwächter-Realschule  (geleitet von Timo Donnermeyer und Thorben Zilske) laufen im Sommer aus.
Das Ende rückt näher: Haupt- und Justin-Kleinwächter-Realschule  (geleitet von Timo Donnermeyer und Thorben Zilske) laufen im Sommer aus. Foto: oh

Kein großes Chichi – das (kleine) Kollegium der auslaufenden Marienhauptschule will ausdrücklich einen eher schmucklosen Abschied. „Das ganze fällt eher pragmatisch aus – was auch zu unserer Hauptschule passt“, sagt deren Leiter Timo Donnermeyer. Am 30. Juni erhalten die Schüler des letzten Zehner-Jahrgangs ihre Abschlusszeugnisse – die letzten, auf denen der Stempel der Marienhauptschule prangt. Wenige Tage später, am 4. Juli, endet die Ära Marienhauptschule dann mit einer offiziellen Verabschiedungsfeier für geladene Gäste. „Wir haben uns in Absprache mit dem Schulträger ganz bewusst für diese Form entschieden“, so Donnermeyer. Im Rahmen der Feier (ab 16 Uhr) werde es sicher einige Reden geben. Deutlich lockerer soll es dann im Anschluss zugehen, wenn ab 18 Uhr die Schule zum gemütlichen Ausklang einlädt. Ehemalige Lehrer und Weggefährten sind dazu eingeladen. „Die Resonanz, die wir erhalten haben, ist schon sehr hoch“, freut sich Donnermeyer. Manche hätten, obwohl sie inzwischen weit weg wohnen, ihr Kommen zugesagt, um gemeinsam zurückzublicken und das Ende dieses Kapitels der Grevener Schulgeschichte zu würdigen. Offensichtlich fühlen sich noch immer etliche Ehemalige und Ruheständler ihrer alten Schule verbunden.

Ähnlich bereitet sich die Justin-Kleinwächter auf den letzten Tag vor. Auch dort werden am 30. Juni die letzten Schüler mit Zeugnissen ausgestattet. Der „Finaltag“, wie er getauft wurde, folgt am 7. Juli. Politiker, Verwaltung, Weggefährten sind eingeladen, sich noch einmal gemeinsam an die Schulzeit zu erinnern. Auch Elisabeth Frische hat ihr Kommen zugesagt – sie ist die Schwester von Justin Kleinwächter , dem Namensgeber der Schule, der 1979 bei einem Fallschirmabsprung ums Leben kam und zuvor als Priester in Brasilien zahlreiche Sozialstationen gegründet hatte. Diesem Engagement fühlte sich die JKR stets verpflichtet. Es wird am Finaltag also sicher nicht nur fröhlich zugehen, gleichwohl soll der Abschluss auch Gelegenheit geben, frohgestimmt und dankbar auf eine ereignisreiche Zeit zurückzublicken. Eine Band soll für Stimmung sorgen, lockere Gespräche zwischen Ehemaligen werden das Übrige tun.

„Wir würden gerne etwas hinterlassen“, deutet Schulleiter Thorben Zilske noch eine besondere Aktion für den letzten Tag an, deren Details er aber noch nicht nennen darf. Auf jeden Fall sollen sich auch künftige Schülergenerationen der Gesamtschule (die ab Sommer einzige weiterführende Schule im Schulzentrum) daran erinnern, dass das Gebäude auch mal andere Schulen beherbergte.

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