Josefskirche wird zu Josefzentrum
Nach allen Seiten offen

Greven -

Eine Kirche und ein Gemeindezentrum. Der Architekten-Wettbewerb für das Josefsviertel hat gezeigt, was statt der Josefskirche kommen soll.

Dienstag, 21.11.2017, 20:11 Uhr

Der Siegerentwurf von Manfred Frericks sieht einen gemeinsamen Platz mit dem Kindergarten vor. An der Kirchwand befinden sich zwei Glocken, Im hinteren Bereich sind Gemeinderäume, die zum Kirchraum geöffnet werden können.
Der Siegerentwurf von Manfred Frericks sieht einen gemeinsamen Platz mit dem Kindergarten vor. An der Kirchwand befinden sich zwei Glocken, Im hinteren Bereich sind Gemeinderäume, die zum Kirchraum geöffnet werden können. Foto: Martiunus-Gemeinde

Als er von den Diskussionen um den Erhalt der Josefskirche erfuhr, stellte sich für Manfred Frericks eine Frage: „Machen wir jetzt mit, oder besser nicht?“ Der Architekt von e4architekten aus Münster machte nicht nur beim Wettbewerb um das neue Josefzentrum mit. Sein Entwurf wurde vom Preisgericht unter Leitung von Hans Jörg Feja mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Neun Stimmen dafür, null dagegen. Damit hat der Entwurf große Chancen, umgesetzt zu werden.

Acht Architekten hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, drei prämierte die Jury. Auf Platz zwei landete das Grevener Büro Hillebrand + Welp, auf Platz drei das Bocholter Büro Winkelmann und Matzken.

Was den Siegerentwurf auszeichnete, hob Pfarrer Klaus Lunemann bei einem Pressetermin vor der öffentlichen Präsentation der Entwürfe heraus. Es nutze die Vorgabe einer maximalen Grundfläche von 600 Brutto-Quadratmetern optimal aus. Und es schaffe sehr flexible Räume.

So entsteht hier ein Kirchraum mit Platz für 120 Gläubige in einem markant hohen Gebäudeteil. Die Firsthöhe beträgt 14,60 Meter, überragt die Umgebung also ähnlich wie die heutige Josefskirche.

Dieser Raum ist allerdings deutlich kleiner als die heutige Kirche, in der 400 Menschen feiern können.

Dafür lässt sich im Frericks-Entwurf der Kirchenraum in mehreren Stufen erweitern. An seinem Ende befinden sich zwei große Versammlungsräume, die durch mobile Wände zugeschaltet werden können. Zudem lässt sich dieser Raum für Pfarrfeste noch um das Foyer des Komplexes vergrößern. Der große Kirchraum hätte Platz für 240 Besucher. Pfarrer Lunemann: „Das entspricht dem Bedarf dieses Kirchortes, den wir ja unbedingt erhalten wollen.“

Mehrere Gruppenräume, die auch durch einen separaten Eingang erreicht werden, integrieren Pfarrzentrum, Kirche und Versammlungsräume, die allesamt durch große Fenster optisch mit der Außenwelt verbunden sind.

Der besondere Clou: Links und rechts der neuen Kirche sind innenhof-artige Außenräume geplant. Orte der Ruhe, die auch mal einen Gottesdienst im Freien zulassen.

Gestern Abend konnten sich die Gemeindemitglieder die Entwürfe in der Josefskirche ansehen. Ellen Wiewelhowe von Postwelter & Partner aus Dortmund, die den Wettbewerb begleitet hatten, geht davon aus, dass der Siegerentwurf auch zum Zuge kommt. Möglicherweise könnte schon im November 2018 mit dem Bau begonnen werden. Die Bauzeit werde sicherlich ein Jahr betragen, ist Architekt Fericks sicher. Eins hat sein Entwurf übrigens nicht: einen Turm.

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