50 Jahre Kegelclub „Lahme Enten“
Asse auf der Bahn

Gimbte -

Vor 50 Jahren wurde der Kegelclub „Lahme Enten“ in Gimbte gegründet.

Dienstag, 19.06.2018, 17:33 Uhr

Ein Bild von 1993 zeigt die Gruppe der „Lahmen Enten“ im gemeinsamen Urlaub auf Mallorca.

Wir schreiben das Jahr 1968: Der Vietnamkrieg und linksgerichtete Bewegungen beherrschen das Geschehen der Weltpolitik, Mario Basler erblickt das Licht der Welt und der Kegelclub „Lahme Enten“ wird im Mai in Gimbte gegründet – 50 Jahre her. Eine erfrischende Nachricht für den Grevener Ortsteil und besonders der Gimbter-Frauen.

Denn: Selbstredend war es eine „Zeit, in der die Frauen noch an Ketten hingen“, wie es Trautchen Wendker nennt. Und so waren es die eigenen Männer, die der anfangs 15-köpfigen Gruppe den richtigen Schwung mit dem Kegel beigebracht hatten. Seitdem entdeckten die Damen die Kegelwelt. Rita Kaltefleiter: „Hohe, niedrige Hausnummer, 17 und vier, in die Vollen, Blindes Huhn – über die Jahre kam einiges zusammen.“

Ein Blindes Huhn – oder gar eine lahme Ente – gab es unter den aufgeweckten Damen dabei nie: „Wir konnten alle richtig gut kegeln.“ Es dauerte nicht lange und die Asse auf der Bahn, die sich „vorher flüchtig vom Kirchgang kannten“, wie sich „Kegel-Mutti“ Hedwig Pache erinnert, entdeckten die große weite Welt für sich. Pache, die alle am Tisch mit „ohne unsere Mutti hätte das alles nicht geklappt“ loben, zählt auf: „Mehrmals auf Malle, Ibiza, Wien, aber auch im Heimathafen – an der Nordsee, München, Dresden und Leipzig – waren wir.“ Gemeinsame Reisen und Ausflüge sind für die Gruppe das I-Tüpfelchen, auch wenn so manche „schäbige Torte im Hotel nach Fett“ getrieft haben soll. 50 Jahre, jedes Jahr vier Tage weg von den Männern – Richtung Sonne.

Wie versteht man sich so lange? Kaltefleiter nennt das Geheimrezept: „Wir passten von Anfang an super zusammen, alle sind sehr emsig.“ Passt ja zu den lahmen Enten. Wie der Titel entstand? „Wir waren jung und wollten lahme Enten sein“, scherzt Trautchen Wendker, Kaltefleiter ergänzt: „Dass war zu einer Zeit, in der alle Menschen toll und modern auffallen wollten. Da haben wir uns gedacht, einen auf den ersten Blick eher langweiligen Namen zu nehmen.“ Nach nun 50 Jahren Kegeln im Hotel Schraeder schalten die Damen einen Gang zurück, am eigentlichen Kegelmontag treffen sie sich zum Stammtisch.

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