Neue Regelung
Grabfeld der „Sternenkinder“

Greven -

Manchmal passiert es, dass eine Schwangerschaft viel zu früh endet, es zu einer Totgeburt kommt. Diese Kinder werden jetzt unter würdigen Bedingungen auf dem Grabfeld der „Sternenkinder“ auf dem Friedhof Saerbecker Straße bestattet.

Donnerstag, 18.10.2018, 11:30 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 11:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 11:30 Uhr
Alle früh verstorbenen Kinder werden unter würdigen Bedingungen auf dem Grabfeld der „Sternenkinder“ auf dem Friedhof Saerbecker Straße bestattet. Foto: Martinus

Manchmal passiert es, dass eine Schwangerschaft viel zu früh endet. Auf einmal hat sich dadurch alles verändert. Die Freude auf das Kind verwandelt sich in Trauer. Eltern und Freunde haben das Gefühl, als ob ein tiefes Loch sich vor ihnen öffnen würde. Und dann kommt, vielleicht auch erst einige Zeit später, die Frage auf, wo und wie das Kind bestattet werden könnte.

Die christlichen Kirchengemeinden in Greven möchten alle betroffenen Eltern in dieser schwierigen Situation nicht allein lassen. Im Frühjahr wurde darum, zusammen mit den örtlichen Bestattern, die Beisetzung früh verstorbener Kinder in Greven neu geregelt. Alle früh verstorbenen Kinder – auch wenn sie noch so klein und von Gestalt noch nicht zu erkennen sind – werden unter würdigen Bedingungen auf dem Grabfeld der „Sternenkinder“ auf dem Friedhof Saerbecker Straße bestattet, wenn Eltern keine individuelle Bestattung wünschen. Jeweils am zweiten Mittwoch im Mai und November findet dafür eine ökumenische Bestattung der „Sternenkinder“ um 11.30 Uhr in der Friedhofskapelle statt.

Zur nächsten Trauerfeier für „Sternenkinder“ am Mittwoch, 14. November, um 11.30 Uhr auf dem Friedhof Saerbecker Straße sind neben den betroffenen Familien auch Bürger eingeladen, deren Kinder schon vor Jahren verstorben und bis heute unvergessen sind. Auch alle, die einfach nur Anteil nehmen möchten, sind herzlich willkommen.

Auf dem „Friedhof Saerbecker Straße“ gib es seit 2008 eine Gedenkstätte für vor, während oder nach der Geburt gestorbene Kinder. Die (anonymen) Bestattungen auf diesem Grabfeld sind für Eltern kostenlos. Neben der Stele, die im Jahr 2010 aufgestellt wurde, befindet sich ein Platz für Blumen oder kleine Gegenstände, die Eltern, Geschwister oder Angehörige in Erinnerung an ihr Kind ablegen möchten. Die Pflege der Gedenkstätte wird vom Team der Friedhofsgärtner übernommen, heißt es in der Presseinfo.

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