Klassentreffen des 68er-Entlassjahrgangs der Hauptschule
Die erste überkonfessionelle Klasse

Reckenfeld -

50 Jahre liegt die Schulzeit hinter den früheren Klassenkameraden, die 1968 aus der ehemaligen Hauptschule in Reckenfeld entlassen wurden. Jetzt trafen sie sich wieder.

Freitag, 19.10.2018, 16:01 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 22:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 19.10.2018, 16:01 Uhr
17 Ehemalige erschienen zum nunmehr dritten Klassentreffen. Man hatte sich viel zu erzählen, obwohl der größte Teil der Klasse noch im Ort oder in der näheren Umgebung wohnt. Foto: Hans Bechtel

50 Jahre liegt die Schulzeit hinter den früheren Klassenkameraden, die 1968 aus der ehemaligen Hauptschule in Reckenfeld entlassen wurden. Sie waren einst der erste Jahrgang, der nach neun, und nicht wie vorher nach acht Schuljahren die Schule verließ. Eine weitere Besonderheit: Die Schüler bildeten die erste Schulklasse, in der evangelische und katholische Schüler gemeinsam unterrichtet wurden.

Bis zur siebten Klasse war man noch konfessionell streng getrennt. Es gab zwei konfessionelle Schulen, eben die katholische und die evangelische Schule. Die einzelnen Jahrgänge waren damals nicht so groß, so dass zwei Jahrgänge gemeinsam unterrichtet wurden. Als dann das neunte Schuljahr eingeführt wurde, ging der achte Jahrgang nach Greven und die vorher konfessionell getrennten Schüler wurden (nicht nur im Ort, sondern auch in Greven) gemeinsam unterrichtet.

27 Schülerinnen und Schüler saßen gemeinsam in der ehemaligen Hauptschule zusammen. Die Klasse lag mit Blick zur Emsdettener Landstraße hin. Klassenlehrer Hermann Wollschläger hatte ein gutes Händchen für seine Schüler und brachte sie durch zwei Kurzschuljahre, die sich aufgrund der zusätzlich eingeführten neunten Klasse ergaben. „Als wir erfuhren, dass die Evangelischen zu uns kommen sollten, dachten wir, was sind das wohl für welche sind? Auf dem Schulweg begegnete man sich wohl, aber es gab keinerlei Kontakte“, erinnert sich Lisa Asche.

Kontakte zwischen den Konfessionen gab es wenige, die Ökumene entwickelte sich aber im Ort erst nach und nach.

Zum Jubiläumstreffen kamen 17 Ehemalige. Es war das dritte Klassentreffen, und man hatte sich viel zu erzählen, obwohl der größte Teil der „wilden 68“, wie Lisa Asche die Klasse im Spaß nennt, im Ort oder in Nachbarorten wohnt.

Zwei Schüler aus Nottuln und Coesfeld hatten den weitesten Weg zum Klassentreffen zu absolvieren. Am weitesten entfernt wohnt Wilfried Mattern, der seine ehemaligen Mitschüler herzliche Grüße aus Narvik in Norwegen übermittelte.

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