Aktionstag im Hallenbad: Bewegt älter werden
Wasserratten leben gesünder

Greven -

Ab ins Wasser. Denn schwimmen ist gesund. Was man am Samstag im Grevener Hallenbad erleben konnte.

Sonntag, 28.10.2018, 21:30 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 28.10.2018, 21:06 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 28.10.2018, 21:30 Uhr
Stehen auf den BEBoards – das war schon eine Sache für Fortgeschrittene. Aber beim Aktionstag waren alle Generationen angesprochen. Foto: Paula-Lina Taube

Das kennt doch wirklich jeder: Wenn der innere Schweinehund einen zum gemütlichen Abend auf dem Sofa überredet, setzen die Sportschuhe in der Ecke eine dicke Staubschicht an. „Oft sagen die Leute: Ich habe keine Zeit für Sport oder ich weiß nicht, was ich machen soll. Und alleine kann ich mich nicht motivieren“, weiß Dunja Hinze-König vom Schwimmverband NRW. Deshalb freut sie sich umso mehr, das Programm „Bewegt älter werden in NRW“ umsetzen zu können.

Am Samstag kamen Grevens Wasserratten voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Partner stellten ihre Programme im Wasser und an Land vor und zeigten Jung und Alt, wie vielfältig der Sport im Wasser sein kann.

Die DLRG erklärte, im Eltern-Kind-Becken mit viel Geduld, wie auch die Kleinen ans Wasser gewöhnt werden können. Erfahrenen Schwimmern wurde die Wasserrettung und das Tieftauchen näher gebracht.

Zur Sicherheit waren auch immer wachsame Augen auf den Sprungturm gerichtet. Im Lehrschwimmbecken sollte ein mit Gewichten beschwertes Tischtuch mit Geschirr gedeckt werden, da ging dem ein oder anderen eifrigen Taucher doch ganz schön die Puste aus.

Etwas ruhiger war es im Eltern-Kind-Becken. Hier zeigte die Versehrtensportgemeinschaft Greven allen Wasserratten über 50 mit viel Elan, dass Wassergymnastik mehr als nur Gestrampel im Wasser ist.

„Hier werden sämtliche Regionen im Körper trainiert, und so wird alles stabilisiert. Dabei ist die Gymnastik gerade für ältere Menschen geeignet, weil sie sehr gelenkschonend ist“, erklärt Hinze-König.

Anstrengend ist es trotzdem: „Man sieht es nicht, aber ich schwitze“, lacht eine Teilnehmerin und wird prompt von dem Trainer motiviert, die Arme oben zu lassen.

„Sport bedeutet auch seine Komfortzone zu verlassen. Aber dafür sind die Trainer da, sie bringen einen dazu, auch mal über vermeintliche Grenzen zu gehen“, sagt die Organisatorin Hinze-König.

Beinahe durchgehend besetzt waren die BEBoards, der neuste Schrei in der Aqua Fitness.

Die großen Bretter, die auf dem Wasser schwimmen, verlangen einen sehr guten Gleichgewichtssinn. Die Übungen, die auf ihnen ausgeführt werden, trainieren die Stabilisation des Körpers. Und die haben es scheinbar in sich: Es wird geächzt und geschnaubt. Aber die Trainer der Grevener Bäder motivieren und zeigen, worauf geachtet werden muss: „Komm, gerade stehen und jetzt ein Bein...“. Platsch, da ist eine Teilnehmerin vom Board gefallen. Macht aber nichts, sofort wieder rauf und noch einmal probieren. Seine Grenzen austesten, das ist es, wozu der Aktionstag auffordert.

Und weil man bei einem so großen Angebot gar nicht weiß, was man zuerst machen soll, bekamen die Kinder einen Spaßpass mit verschiedenen Stationen.

Für ausgefüllte Pässe gab es am Ende einen Wasserball und eine Freikarte für die Grevener Bäder.

Wer eine Pause vom Wasser brauchte, konnte sich an den Informationsständen der Vereine über die weiteren Angebote informieren oder sich an der Rudermaschine bei Actic Fitness testen. Und wem nach so viel Spaß und Sport der Magen knurrte, der konnte sich am Stand der Lebenshilfe Greven verpflegen lassen. Die bietet seit 1978 Schwimmen für Menschen mit Behinderung an und gab interessierten bei einem Kaffee und einem Hot-Dog gerne Auskunft.

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