Josefskirche ist keine Kirche mehr
Ein letztes Mal voller Leben

Greven -

Volle Kirchenbänke, Abordnungen kirchlicher Vereine und Verbände mit Bannern, eine große Messdiener-Schar, ein vielstimmiger Chor – eine festlicher Rahmen für einen durchaus traurigen Anlass.

Sonntag, 27.01.2019, 15:44 Uhr aktualisiert: 27.01.2019, 16:37 Uhr
Weihbischof Christoph Hegge (Mitte) feierte mit den Gläubigen einen Gottesdienst, der von Trauer und Hoffnung gleichermaßen geprägt war. Foto: Oliver Hengst

Viele Gläubige nahmen am Sonntag Abschied von der Josefskirche und feierten dort ein letztes Mal Gottesdienst. Manche wollten sich diesen emotionalen Moment ersparen und blieben lieber zuhause. Aber viele, sehr viele, waren gekommen, um ihre Josefskirche ein letztes Mal voller Leben zu sehen.

Am Ende des rund eineinhalbstündigen Gottesdienstes verlas Weihbischof Christoph Hegge ein von Bischof Felix Genn unterzeichnetes, eher schlichtes Dekret, Paragrafen inklusive, das aus dem Kirchengebäude einen Profanbau machte.

Das war‘s? Bei weitem nicht. Denn das kirchliche Leben im Gemeindegebiet der Josefskirche, es geht weiter, es hat Zukunft – wenn die Gemeinde es denn will. Diese Botschaft stellte Hegge in den Mittelpunkt seiner Predigt, die er leidenschaftlich vortrug. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, nahm er das Mikro aus der Halterung und ging vom Altar aus hinein in die Kirche, mitten zwischen die Menschen. Sprach sie direkt an, schaute mal in diese, mal in jene Sitzreihe. Und sagte: „Jeder einzelne ist gefordert, sich zu entscheiden, eine bewusste Entscheidung zu Gott zu treffen.“ Die Steine müssten weichen, das was die Menschen im Herzen trügen aber nicht. Es gelte, „die Freude am Herrn lebendig zu halten. Wenn Sie alle wollen, dann geht das nicht verloren. Dinge kommen und Dinge gehen, aber der Herr bleibt lebendig unter uns.“

Profanierung der Grevener Josefskirche

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Natürlich sei es verständlich, so Hegge, dass es manchen schwer falle, dass gar getrauert werde. Aber die positive Botschaft dürfe nicht untergehen. Und diese sei: Es gibt eine neue Kirche. Nirgendwo sonst im Bistum habe eine Gemeinde eine solche Chance.

Pfarrer Klaus Lunemann stellte die Dankbarkeit und die Hoffnung in den Mittelpunkt seiner Worte. „Für viele ist die Josefskirche ein vertrauer Ort, ein Stück Heimat.“ Symbolisch stellten daher Vertreter kirchlicher Gruppen Kerzen vor dem Josefs-Relief ab – und alle waren eingeladen, es ihnen nach dem Gottesdienst gleichzutun.

Hegge brachte im Übrigen auch Hochachtung jenen gegenüber zum Ausdruck, „die bis zum Schluss Protest ausgeübt haben“. Auch dies sei schließlich ein Zeichen der Verbundenheit. Und der Bischof dankte ausdrücklich Lunemann, der viel habe aushalten müssen, und den kirchlichen Gremien wie Kirchenvorstand und Pfarreirat, die viele Fragen hätten beantworten müssen.

Noch einmal Kommunion, einmal der Segen Gottes, ein letzter Ausmarsch aus der Kirche – dann war es tatsächlich vorbei und das Ende der Josefskirche als Kirchengebäude besiegelt. Am Montag sollen Reliquien entnommen werden, die zum Teil im entstehenden Neubau wiederverwendet werden.

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