Tagung des Kreisheimatbundes in Greven
Treffen in den Püppkesbergen

Greven -

Der Kreisheimatbund traf sich in der vergangenen Woche zu seiner Tagung im Fachbereich Natur und Umwelt in den Wentruper Bergen in Greven.

Freitag, 24.05.2019, 20:29 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 21:00 Uhr
Am Sachsenhof servierten die Grevener Mitglieder des Heimatvereins Kaffee und Kuchen für die Gäste des Kreisheimatbundes. Foto: Privat

Nach der Begrüßung erläuterte Herbert Runde vom Heimatverein Greven den Grund, warum das Gebiet auch Püppkesberge genannt wird. Beim Spielen im Sand haben Kinder dort durch die Eiszeiten zerriebene Sandsteine gefunden, die mit unterschiedlichen Formen wie kleine Püppkes aussahen.

In der anschließenden Wanderung erläuterte Dr. Peter Schwartze die naturräumlichen Hintergründe zu den Entwicklungen der Ems und ihrer Aue. Die Wentruper Berge gehören zu den vielen Ems begleitenden Dünen des Kreises Steinfurt, die nach der letzten Eiszeit entstanden sind. Die heute dort vorkommenden Waldtypen sind der Birken-Eichenwald, zum Teil mit Beimischungen der Buche und aufgeforstete Kiefernwälder. Der Waldboden ist sehr dominant mit Brombeeren bedeckt, eine Erscheinung, die sich durch die Stickstoffeinträge über die Luft ergeben hat.

An einem schönen Ausblick in die Emsaue wurden die Hintergründe für den Emsausbau (Begradigungen) vorgestellt und die vom Land NRW in den nächsten Jahren geplanten Maßnahmen zur Renaturierung des Sandflusses beschrieben. Im Fokus stehen dabei die eigendynamische Entwicklung der Aue sowie die Entwicklung einer vielgestaltigen Landschaft mit einem von Gleit- und Prallhängen geprägten Sandfluss und entsprechend hoher Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

Zum Abschluss der Exkursion wurde ein Abstecher zu einer vom Kyrillsturm 2014 geworfenen Waldfläche unternommen, auf der sich typische Dünen- und Heidevegetation entwickelt hat. Auf dem mageren Sandstandort haben sich unter anderem Sand-Segge, Filzkraut, Besenheide, Haferschmiele und Berg-Sandglöckchen angesiedelt.

Im Anschluss an die Exkursion trafen sich die Teilnehmer am Sachsenhof zu Kaffee und Rosinenbrot. Hier gab Lisl Drexler vom Heimatverein Greven Erläuterungen zu dem archäologischen Freilichtmuseum mit den Rekonstruktionen.

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