Hitzefrei an den Schulen
Kalte Fluten statt warme Klassenräume

Greven -

Wärme und Hitze werden bekanntlich von Mensch zu Mensch anders empfunden. Bei manchen liegt die Grenze des Erträglichen schon bei 25 Grad, bei anderen weit höher. Und nicht zuletzt wird das auch der Grund sein, dass auf die Hitze ganz unterschiedlich reagiert wird.

Mittwoch, 26.06.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 17:01 Uhr

Da sind zum Beispiel die Schulen. Die dürfen selbst entscheiden, ab welchen Temperaturen sie hitzefrei geben. So war zum Beispiel bei allen weiterführenden Schulen gestern und auch heute ab etwa 12 Uhr bis 12.30 Uhr hitzefrei angesagt. „Die Schulleiter sprechen sich da ab wegen des Schulbusverkehrs“, erklärte Wolfgang Jung von der Pressestelle der Stadtverwaltung.

Im Gegensatz dazu reagieren die Grundschulen anders und unabhängig voneinander. So hatten die Schüler der Martin-Luther-Schule schon gestern (und heute) hitzefrei, die Schüler der Martinischule können erst heute den frühen Feierabend genießen. „Die Eltern werden im Vorfeld darüber informiert, da, wo es nicht passt, können die Schüler auch ganz normal bis 16 Uhr in der Übermittagbetreuung bleiben“, erzählt Jung.

Ach ja, da sind dann ja noch die Oberstufen-Schüler. Die dürfen in den Schulräumen weiter schwitzen, genau so wie die Angestellten und Beamten im Rathaus. Das ist ja für seine miserable Isolierung bekannt, trotzdem wird ganz normal weiter gearbeitet. „Wir schalten hier alles auf Durchzug“, erklärte Jung, bei dem ein leichtes Stöhnen nicht zu überhören ist.

Während es in den Schulen also deutlich leerer wird, herrscht im Freibad absoluter Hochbetrieb. Leider auch in der Nacht. „In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde zum fünften Mal der Kiosk aufgebrochen“, klagt Martin Schröder, Leiter der Grevener Bäder. Aber sein Kollege Raphael Kamp hat dann doch auch Erfreuliches zu vermelden. „Es läuft sehr gut“, erklärt er auf Anfrage. Der Mai wäre wetterbedingt eher bescheiden gewesen. „Aber am 2. Juni hatten wir dann sogar 2605 Besucher, am vergangenen Sonntag 2193 und am Montag, trotz der nur halbtägigen Öffnung 1097 Besucher.“

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