Die Entwicklung des Bezahlens in der City
Die Karte ist im Kommen

Greven -

Die Gebühren für Karten-Überweisungen sinken, darum akzeptieren viele Geschäfte in der Innenstadt mittlerweile Kartenzahlungen schon bei niedrigen Summen. Aber soweit wie in den Niederlanden, wo jeder Kaffee mit Plastikgeld bezahlt wird, ist man in Greven noch nicht.

Donnerstag, 18.07.2019, 13:55 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 16:05 Uhr
Na, ist das Geld schon da? Bei Cramer & Löw an der Kasse gehört das Zahlen per Karte längst zum Alltag. Foto: Pia Witthinrich

Geld oder Karte? Jüngst hat die Bäckerei Werning am Hansaring Kartenzahlung ohne Mindestumsatz eingeführt. Und in den Niederlanden wird auch noch der Kaffee per Plastik bezahlt. Kartenzahlung hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. In Grevens City halten die Kaufleute es damit unterschiedlich.

„Es geht deutlich schneller, was sowohl für uns, als auch für die Kunden Vorteile hat“, sagt Buchhändler Marcus Löw . Früher konnte man bei Cramer & Löw erst ab einem Wert von zehn Euro mit der Karte bezahlen. „Die Kartentransaktionsgebühr ist gesunken, wodurch wir den Kunden nun andere Mittel bieten können, ohne eigene Verluste zu machen“, berichtet Löw.

Besonders das kontaktlose Zahlen verändert viel. Dennoch sei Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ein großes Bargeldland, sagt Thorsten Laumann von der Kreissparkasse Steinfurt. Aber auch hierzulande setzt sich die Kartenbezahlung und das kontaktlose Zahlen langsam durch. „2018 lag das Übergewicht in Deutschland erstmals in der bargeldlosen Zahlung“, weiß Andre Termöllen, Teamleiter des Bereiches Zahlungssysteme der Sparkasse. Ein großer Vorteil des kontaktlosen Zahlens ist, dass man erst ab einem Wert von 25 Euro die Pin-Nummer eingeben muss. Das beschleunigt den Zahlvorgang.

Auch beim Spielwarengeschäft Burgholz ist die Kartenbezahlung ab jedem Betrag möglich. Michael Burgholz merkt, wie die Nachfrage danach immer mehr steigt. „Die Kartenbezahlung ist für uns zwar etwas kostenintensiver, aber dafür haben wir das Geld direkt auf dem Konto“, sagt Burgholz.

Bei Tschibo gab es die Kartenbezahlung schon immer, auch hier gibt es keinen Mindestbetrag, ab dem erst mit der Karte bezahlt werden darf.

Feinkost Gottschlich, der Blumenladen Hensmann aber auch der Getränkehandel Bierzwerg akzeptieren Kartenbezahlung, jedoch geht dies erst ab einem bestimmten Mindestbetrag.

Bei Feinkost Gottschlich beträgt dieser aktuell fünf bis sieben Euro, beim Blumenladen Hensmann und dem Getränkehandel Bierzwerg zehn Euro. Stephan Braun, Geschäftsführer des Bierzwergs, sagt, dass es schlichtweg an der Gebühr der Transaktion liege.

„Bei Getränken geht es um Cents. Ich würde Verluste machen“, sagt er. Zudem sieht Stephan Braun keine großen Vorteile in der Kartenbezahlung für seinen Laden. „Ich habe, seitdem ich hier bin, noch nie negative Erfahrungen mit Bargeld machen müssen“, sagt Braun. Natürlich sieht auch er Vorteile in der Kartenbezahlung und dem kontaktlosen Bezahlen, an dem er großes Gefallen findet: „Das Sicherheitsgefühl ist einfach größer, und natürlich geht es deutlich schneller“, sagt er.

Die Bäckckerei Halstrup in der Innenstadt nimmt nur Bargeld. Die Nachfrage nach Kartenbezahlung sei gering und die Beträge niedrig, wie eine Mitarbeiterin verrät.

Bäckereien wie Kiepenkerl und die Bäckerei Werning am Hansaring sind bereits auf Kartenbezahlung umgestiegen.

Vor allem aus hygienischen Gründen, wie sich Thorsten Laumann von der Kreissparkasse Steinfurt vorstellen kann: „Geld ist immer dreckig.“

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