Kunsthandwerkermarkt in Gimbte
Unikate aus Jeans, Glas und Holz

Gimbte -

Auch in diesem Jahr war der Kunsthandwerkermarkt Gimbte wieder sehr gut besucht, im Dorfkern war ordentlich was los. Kunsthandwerker-Herzen schlugen höher.

Sonntag, 18.08.2019, 20:18 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 21:00 Uhr
Jedes Seifenstück ein echtes Unikat: Die Grundlage sind naturreine Öle, zum Beispiel Olivenöl, Rapsöl oder Kokosöl. Foto: Vera Gaidies

Für Glaskünstler Alfons Greiwe ist der Kunsthandwerkermarkt seit Jahren ein fester Termin in seinem Kalender. „Ich war schon fast 20 Mal dabei“, sagt er. Die Atmosphäre ist das, was er in Gimbte besonders schätzt. Das Publikum sei sehr interessiert und neugierig. Seine Frau Monika ist für das Design der Glaskunst zuständig, er für die Technik. Technisch versiert erklärt er den Besuchern, wieso die Welt in Glaskugeln Kopf steht und er durch optische Täuschung einen Handstand macht. Verantwortlich ist dafür die Inversion durch Lichtspiegelung.

Das Licht spielt auch bei Manuela Häntzschel eine große Rolle. Je nach Lichteinfall schimmern die Ohrringe oder Kettenanhänger unterschiedlich. Die Schmuckdesignerin gab vor 14 Jahren ihren Job als Bankkauffrau auf, um sich voll und ganz ihrem Hobby, der Gestaltung von Schmuck, zu widmen und daraus eine Berufung zu machen. Besonders beliebt sind bei ihr die Kettenanhänger in Elchform: „Die Idee habe ich aus Norwegen mitgebracht und hier in Deutschland umgesetzt. Ich nenne sie Teutoburger Wald Elche.“ Häntzschel arbeitet viel mit Keramik, Beton, Harz und Emaille. Jedes Schmuckstück ist ein Unikat.

Kunsthandwerkermarkt Gimbte 2019

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Nähen ist die Leidenschaft von Ursula Radkowsky. Von Küchenschürzen, über Kissen und Kosmetiktaschen, sogar Lampenschirmen, ist alles dabei. Für eine Kosmetiktasche benötigt sie etwa eineinhalb Stunden. Nach der Ausarbeitung eines Konzeptes und der Auswahl des Farbschemas geht es ab an die Nähmaschine.

An die Nähmaschine geht es auch für Petra Mittenzwei . Aus alten Materialien zaubert sie etwas Neues. Stichwort Upcycling: eine umweltfreundliche Art, scheinbar nutzlose Abfallprodukte neu aufzuwerten. Petra Mittenzwei fing mit Upcycling an, als sie ein Armband aus Jeansstoff suchte und keins fand. Also verwendete sie einfach eine kaputte alte Jeans und nähte sich ihr eigenes Armband. Seitdem verwertet sie alte Jeanshosen, die sie von Freunden oder einem Sozialkaufhaus erhält, und schafft daraus ein neues Trendprodukt. „Dieses Jahr sind Bauchtaschen der Renner“, sagt sie.

Am Stand von Michaela Imamovic und Renate Küthe tummeln sich ebenfalls viele Kunden. Die Geschenkverpackungen, die die Frauen gestalten, kann man schließlich gut gebrauchen – der nächste Geburtstag kommt bestimmt. Aus Tonpapier schaffen sie mit Stempeln und Farbe wahre Schönheiten, die zum Beispiel das Thema Geburt, Hochzeit oder Taufe aufgreifen.

Morten Larsen greift eine besonders schöne Symbolik mit seinen selbst gemachten Holzvögeln auf. Er ist in Uganda aufgewachsen und kennt seit seiner Kindheit den Nationalvogel, den Kronenkranich Umusambi. Eine schwangere Frau bekommt einen solchen Vogel (natürlich keinen echten) geschenkt. Dieser bringt für ihr erstgeborenes Kind viel Glück. Larsen fertigt den Umusambi selbst. „Das Holz finde ich Wald. Ich gehe einfach spazieren und schaue, welches Holz mir gefällt“, sagt er. Erst malt er auf Papier auf, wie der Vogel mal aussehen soll, er schneidet daraus eine Schablone, nach der er dann das Holz verarbeitet. Zum Teil malt Larsen die Vögel noch an. Da er mit verschiedenen Holzarten arbeitet, ist jeder Vogel ein echtes Unikat.

Unikate entstehen auch, wenn Karl-Hermann Scheffer Seife selber macht. Die Grundlage sind naturreine Öle, zum Beispiel Olivenöl, Rapsöl oder Kokosöl. Danach kommen Lebensmittelfarben oder Kosmetik dazu. Die Mischung wird in eine Form gegossen und nach erstem Trocknen in Scheiben geschnitten. Für eine Sorte benötigt Scheffer etwa zwei Stunden, danach müssen die Seifenstücke noch etwa sechs Wochen liegen, bevor sie verkauft werden können.

Auch in diesem Jahr war der Kunsthandwerkermarkt wieder sehr gut besucht, im Dorfkern war ordentlich was los. Kunsthandwerker-Herzen schlugen höher.

Für das leibliche Wohl war mit Flammlachs, Brotwurst und Kuchen gesorgt. Wer frisches Obst und Gemüse nach Hause geliefert haben möchte, der kann sich eine individuelle Biokiste vom Gemüsegärtner online zusammenstellen und liefern lassen, ganz nach dem eigenen Geschmack und Zeitplan. Lange Schlangen bildeten sich am Brotstand vom Spiekerladen. Bauern-, Körner-, Dinkel- und Rosinenbrot waren auch jedes Jahr der Renner.

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