Neue Pläne für Fiege-Stammhaus am Grünen Weg vorgestellt
Die Kompromiss-Bebauung

Greven -

Neue Pläne stellte jetzt Fiege für das Grundstück am Kaup‘s Esch vor. Gleichzeitig ein Abschied von einer Hochhausbebauung.

Mittwoch, 11.09.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 10:41 Uhr
So könnte die Bebauung am Kaup‘s Esch aussehen.  Das Grundstück zwischen Kaup‘s Esch, Hansaring und Grüner Weg ist die Geburtsstätte von Fiege. Foto: Fiege

Das Grundstück steht für Fiege-Geschichte. Und Dr. Hugo Fiege will, dass dort Frieden herrscht. Am Montagabend prägte dieser Leitgedanke die Vorstellung neuer Pläne für die Ecke Kaup ‘s Esch, Hansaring, Grüner Weg. Im Hotel Eichenhof ging es um einen Kompromiss, nachdem zwei Vorwürfe zuvor den Widerstand der Nachbarn geweckt hatten. „Die Stimmung“, sagt Fiege, „war richtig gut.“ Und Nachbarin Angelika Krins räumt ein: „Ich war ganz angetan.“

Zwei Pläne sorgten in den letzten beiden Jahren für Trouble: Zunächst ein solitärer Turm mit sieben Geschossen im Design des Fiege-Turms am FMO . Dann, runtergebrochen, drei Doppelhäuser plus sechsgeschossigem Turm. Beide Entwürfe des Grevener Architektenbüros Schlüter sorgten für Ärger bei den Nachbarn, Unterschriftenaktionen, Verschiebungen im Planungsausschuss.

Jetzt der Neuanfang: „Wir haben den Architekten gewechselt“, sagt Hugo Fiege. Mit Schlüter sei er zufrieden gewesen, aber das Büro Landheer aus Münster bringe viel Erfahrung beim Bau im Bestand mit.

Den zahlreich erschienenen Nachbarn präsentierte der Architekt jetzt 19 Wohneinheiten, verteilt auf vier Doppelhäuser am Kaup‘s Esch und einen Staffelbau auf der Ecke Grüner Weg/Hansaring, der fünf Etagen hat. Fiege: „Es entstehen zehn Prozent geförderter Wohnungsbau, der Rest wird bezahlbarer Wohnraum.“ Die Wohnungsgrößen schwanken zwischen 40, 60 und 90 Quadratmetern.

Die Wohnungen bleiben Fiege-Besitz, im Foyer des Mehrgeschossers werden das Firmen-Emblem und Erinnerungsstücke aus der Firmengeschichte eingebaut.

Angelika Krins vom Kaup‘s Esch ist selbst Architektin: „Nach meinem Eindruck entsprechen diese Pläne viel mehr dem, was schon an Bebauung vorhanden ist. Wir wollten da keinen Klotz hinhaben.“

„Ich bin noch geteilter Meinung“, befindet derweil Ralf Mischendahl, der ebenfalls am Kaup‘s Esch wohnt – noch am nächsten zu dem geplanten Mehrfamiliengebäude, „Skizzen sind schön und gut, ob sie alles richtig zeigen, bleibt die Frage.“

Hugo Fiege indes hat bei der Nachbarschaftsinformation viel Zustimmung empfunden. Jetzt soll der Plan zurück in den ASU-Ausschuss gehen, dann wird er erneut offengelegt. Danach könnte gebaut werden.

„Der Architekt“, weist Hugo Fiege auf eine Kleinigkeit hin, „hat bei Google gesehen, dass quer über das Grundstück ein von den Nachbarn getretener Fußweg vorhanden ist – den hat er mit in den Plan aufgenommen.“ Ein Angebot für gute Nachbarschaft.

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