Ein Parkdeck voller Schrott
Großfeuer am FMO: Ursache bislang unklar

Greven -

Am Tag nach dem Großbrand im Parkdeck des Flughafens Münster-Osnabrück steht die Ursache noch nicht fest. Insgesamt wurden 72 Autos mehr oder weniger stark beschädigt.

Dienstag, 15.10.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 15:25 Uhr
Die betroffenen Fahrzeuge auf den Ebenen 1 und 2 verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Insgesamt waren 72 Autos betroffen. Foto: Peter Beckmann

Die spannendste Frage bleibt momentan noch ungeklärt: Warum ist das Feuer am Montagabend im Parkhaus des Flughafens Münster/Osnabrück ausgebrochen? Brandstiftung? Technischer Defekt? Beamte der Kreispolizei waren am Dienstag den ganzen Tag mit den Brandermittlungen beschäftigt. Nicht einfach, wenn man sieht, wie die betroffenen Autos aussehen. Viele sind nur noch ein Haufen verkokelter Schrott. Insgesamt wurden rund 72 Autos mehr oder weniger stark beschädigt.

Da, wo am Montagabend rund 280 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kreis Steinfurt damit beschäftigt waren, den Brand im Parkdeck A zu löschen, herrscht am Tag danach Ruhe. Von außen sieht man die Spuren des Rauchs, innen sind die Ebenen 1 und 2 komplett gesperrt. Dort stehen die bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Autos, aber auch weitere unbeschädigte. „Die Fahrzeuge können aufgrund polizeilicher Brandschadensermittlung bis auf weiteres nicht ausfahren“, erklärte der FMO . Auch die Einfahrt auf den beiden Ebenen war nicht möglich. Für alle Betroffenen hat der FMO eine Hotline eingerichtet (✆ 0 25 71 / 94-7000), die am ersten Tag wohl auch reichlich genutzt wurde.

Parkhaus am FMO in Flammen

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  • Parkhaus am FMO in Flammen

    Helle Flammen, dichter Rauch: Im Parkhaus gegenüber der Terminals des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen.

    Foto: Jens Keblat
  • Eine riesige Qualmwolke stieg von dem Parkhaus am FMO auf.

    Foto: Jens Keblat
  • Der Krisenstab des Kreises richtet sich gegen 21 Uhr ein.

    Foto: Jens Keblat
  • Feuerwehren aus dem Kreisgebiet sind im Einsatz.

    Foto: Jens Keblat
  • Offenbar war im zweiten Parkdeck ein Feuer ausgebrochen.

    Foto: Jens Keblat
  • Nach ersten Angaben der Feuerwehr standen gegen 20.30 Uhr rund 30 Autos in dem Parkdeck in Flammen.

    Foto: Jens Keblat
  • Am Abend hieß es, bei dem Brand habe es keine Verletzten gegeben. Wie Flughafensprecher Andrés Heinemann gegen 20.45 Uhr erklärte, sei der Flugbetrieb bisher nicht beeinträchtigt.

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Und es gibt ein weiteres Problem: Eben weil viele Autos so heftig beschädigt, die Kennzeichen bis zur Unkenntlichkeit zerstört wurden, konnten die Halter vieler Fahrzeuge bislang nicht ermittelt werden. Letztendlich wartet auf sie, wenn sie aus dem Urlaub oder von der Geschäftsreise zurückgekehrt sind, eine böse Überraschung.

Komplizierte Löscharbeiten

„Wir verzeichnen zahlreiche Anrufe von Leuten, die wissen wollen, ob ihr Fahrzeug auch betroffen ist“, erklärte Reiner Schöttler von der Kreispolizeibehörde Steinfurt. Eine befriedigende Auskunft haben man den Anrufern jedoch nicht geben können.

Insgesamt waren zur Zeit des Brandes rund 400 Autos in den Ebenen 1 und 2 des Parkhauses abgestellt. Und auch in den Parkebenen darüber sind die Spuren des Brandes deutlich zu erkennen. Denn einige Fahrzeuge sind stark mit Rußpartikeln übersät.

Trotz allem herrscht allgemeine Erleichterung ob der Tatsache, dass keine Verletzten zu verzeichnen sind. Auch bei den komplizierten Löscharbeiten kam niemand zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens mag derweil noch niemand schätzen. Er wird vermutlich deutlich über der Eine-Millionen-Euro-Grenze liegen.

Aber: Damit nicht genug. Auch das Parkdeck hat einiges abbekommen, es ist aber noch nutzbar. „An einigen Stellen ist Beton abgeplatzt“, erklärte Flughafensprecher Andres Heinemann und verwies auf die fast 1000 Grad, die beim Brand entstanden waren. Er vermutet, dass eine aufwendige Sanierung des Parkdecks von Nöten sein wird.

Von der Feuerwehr-Übung direkt in den Einsatz

Die letzte gemeinsame Übung der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck war gerade beendet, als am Montagabend der Löschzug Westladbergen zum Brand im Parkdeck gerufen wurde. Der Löschzug Westladbergen wird aufgrund der räumlichen Nähe bei Einsätzen im Airportpark immer sofort mit den Grevener Einsatzkräften alarmiert, erläutert die Saerbecker Feuerwehr in ihrem Einsatzbericht. Das war am Montagabend der Fall.

Laut Bericht der Feuerwehr hörten die Saerbecker Einsatzkräfte über Funk, dass sich der Brand schnell ausdehnte und die gesamte Feuerwehr Saerbeck mit weiteren Feuerwehren zum FMO kommen müsse. Schnell wurden die letzten Gerätschaften in den Fahrzeugen verstaut und in kürzester Zeit konnte die Feuerwehr Saerbeck mit 46 Kräften und zwölf Fahrzeugen direkt von der Übung in Sinningen zum Airport ausrücken.

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