Gitarrist Dmytro Omelchak in Greven
Ein Großer Meister im kleinen Beat Club

Greven -

Dmytro Omelchak zählt zu den weltweit herausragenden jungen Gitarristen. Sein Karriereweg führte ihn aus seiner ukrainischen Heimat an die Musikhochschule in Münster, wo er vom ebenfalls ukrainischen Gitarren-Weltstar Roman Viazovskiy unterrichtet wurde.

Sonntag, 20.10.2019, 19:26 Uhr aktualisiert: 20.10.2019, 19:30 Uhr
Vernaschte sein Publikum mit excellenter Gitarrenmusik: Dmytro Omelchak. Foto: Ulrich Coppel

Noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass beide, Viazovskiy (1997) und Omelchak (2016), mit dem renommierten „Förderpreis Musik“ der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit (GWK) ausgezeichnet worden sind, welcher für zahlreiche junge Künstler einer ihrer Karriere-Katalysatoren war.

Am Freitagabend konzertierte Omelchak mit seinem „Kurzgeschichte“ genannten Programm im gut besuchten Beat Club. In der „Bliss“ genannten Reihe geben der Beat Club und die GWK gemeinsam den Förderpreisgewinnern ein Podium.

Dort, um es gleich vorweg zu nehmen, verleitete Omelchak, sein Publikum bereits nach den initialen „Adagio und Fuge“ – Sätzen aus Johann Sebastian Bachs höchst anspruchsvoller „Sonate I, g-moll, BWV 1001“ zu „Bravo“-Rufen.

Mit enormer Präzision meisterte er dies, setzte feine, insgesamt stimmige dynamische Akzente, ohne jedoch die komplexe polyphone Gestalt des Werkes zu beschädigen.

„In Deutschland ist Bach in einem Konzertprogramm ja schon fast ein Gesetz“ moderierte er frisch und locker. In Deutschland vielleicht nicht ganz, aber bei „Bliss“, wie die erkrankt entschuldigte GWK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Schulte einmal meinte.

Nach dem barocken Monumentalwerk präsentierte Omelchak mit „Präludium und Fuge Nr. 6, d-moll“ des zeitgenössischen russischen Komponisten Igor Rekhin einen lupenreinen programmlichen Kontrapunkt. Rekhin nämlich nimmt, wie zahlreiche andere Komponisten auch, mit seinen zyklischen „24 Präludien und Fugen für Gitarre“ auf Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Bezug.

Sodann begann Omelchaks Streifzug durch die Romantik (Napoleon Coste, Fantasie sur deux motifs de la „Norma“), spanische Neofolkloristik (Joaquin Turina „Sevillana), hinein in die klassische Moderne (Nuccio D´Angelo „Due Canconie Lidie“ und Alberto Ginastera: Sonata for guitar, op. 47).

Allesamt Stücke mit höchster Schwierigkeit, und alles übrigens ohne auch nur einen einzigen Kickser. in den schönsten Farben ausgedrückt.

Als Zugabe gab´s dann noch eine Kurzfassung von Roland Dyens Klassiker „Tango en Skai“, den Omelchak in großen Rubati darbot. So vernascht man sein Publikum. Ein großer Abend für den kleinen Beat Club!

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