AWO-Neujahrsempfang
Sozialpolitik: AWO will sich einmischen

Lengerich -

Als Sozialverband mit politischem Hintergrund will sich die Arbeiterwohlfahrt mehr in soziale Themen einbringen. Das sagt die Kreisvorsitzende Gerda Stiller im Vorfeld des Neujahrsempfangs. Bei dem wird Franz Müntefering als Gastredner auftreten.

Samstag, 12.01.2019, 18:39 Uhr
Im AWO-Begegnungszentrum wird Franz Müntefering am 20. Januar beim Neujahrsempfang des Kreisverbandes sprechen. Foto: Nicole Evering

Das Franz Müntefering beim Neujahrsempfang des AWO-Kreisverbandes über das Thema 100 Jahre Arbeiterwohlfahrt sprechen wird, versteht sich im Jubiläumsjahr der Organisation von selbst. Interessant zu werden versprechen die Ausführungen des ehemaligen SPD-Vorsitzenden und Bundesministers zu den Fragen „Brauchen wir die AWO?“ und „Wie sozial ist Deutschland?“. Antworten gibt es am Sonntag, 20. Januar, ab 11 Uhr beim Neujahrsempfang im AWO-Begegnungszentrum an der Schultebeyringstraße.

Darüber hinaus, davon gehen Kreisvorsitzende Gerda Stiller und ihr Stellvertreter Ernst Goldbeck aus, wird Franz Müntefering für Gespräche mit den Gästen zur Verfügung stehen. Es ist der zweite Neujahrsempfang, zu dem der Kreisverband einlädt. Dabei soll eines ganz deutlich werden: „Die AWO als Sozialverband mit politischem Hintergrund muss und will sich in sozialen Themen mehr einbringen“, so Gerda Stiller. „Wir wollen nicht nur Mitgliederbetreuung machen“, ergänzt ihr Stellvertreter.

Haupt- und Ehrenamt miteinander verknüpfen, dieser Aspekt ist ihnen am 20. Januar wichtig. Die Premiere im vergangenen Jahr habe da erste Impulse gegeben. Und daran soll angeknüpft werden, weil das Ehrenamt an seine Grenzen stoße. Ein Grund: „Es fehlt an Nachwuchs“, so Ernst Goldbeck. Auch da, so hoffen die beiden Ehrenamtlichen, soll der Empfang Anstöße geben.

Dass sich etwas getan hat, zeigt sich bei den Mitgliederzahlen im Kreisverband. Der Mitgliederschwund ist gestoppt, berichtet der stellvertretende Vorsitzende unter Verweis auf jüngste Zahlen. Ein Trend, an dem weiter gearbeitet werden soll und muss in den neun Ortsverbänden im Kreis Steinfurt. In denen, das räumen sie ein, die Entwicklung durchaus unterschiedlich verlaufe in Sachen Mitgliederzahlen.

Was die Arbeiterwohlfahrt bei ihrer Gründung vor 100 Jahren angestrebt habe, sei in großen Teilen Wirklichkeit geworden. „Wir lassen aber nicht nach in unseren Forderungen nach Reformen und Veränderungen in der Sozialpolitik“, bekräftigt Gerda Stiller. Schließlich habe die AWO immer wieder neue soziale Aufgaben übernommen, oft ausgelöst durch einen Wandel in der Gesellschaft.

Von Kindertagesstätten bis Seniorenwohnheimen reicht die Palette der Dienstleistungen, die heute von den hauptamtlichen Mitarbeitern der Organisation angeboten werden. Allein im Kreis Steinfurt werden von der AWO 20 Kitas betrieben., davon vier in Lengerich. Kinder aus diesen Einrichtungen werden beim Neujahrsempfang das Lied „Wir sind Kinder einer Welt" singen. Ebenfalls dabei ist der Chor Signale.

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