Lengericher bei „Genial daneben“
Die nächste Rate-Show im Visier

Lengerich -

Die Neugierde war wohl die größte Triebfeder für Marc Busch. „Ich wollte mal aus Spaß eine Frage stellen“, beschreibt er den Grund, eine E-Mail an den Fernsehsender SAT 1 geschickt zu haben.

Mittwoch, 16.01.2019, 06:26 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 06:30 Uhr
Für Marc Busch war der Besuch bei „Genial daneben“ ein Erlebnis. Die Zeit reichte noch für eini Selfie mit Wigald Boning. Foto: Marc Busch

Moderator Hugo Egon Balder und seiner Ratetruppe bei „Genial daneben“, die eigentlich immer gut drauf ist, haben den Lengericher gereizt. Mitte November hat er seine Frage auf den elektronischen Postweg gebracht.

Auf eine Reaktion braucht der 18-Jährige nicht lange zu warten. „Es kam ein Anruf, das wäre eine tolle Frage. Ich sollte mal ein paar Termine angeben, an denen ich für die Sendung verfügbar sei“, erzählt er im Gespräch mit den WN . Er schickt seine freien Termine per E-Mail an den Sender. Erneut folgt eine prompte Antwort. „Danke, Sie wurden in die Kandidatenliste aufgenommen, warten Sie auf ein Feedback“, fasst er das Schreiben im Stenogramm-Stil zusammen.

Den fixen Antworten folgt eine lange Wartezeit. „Die Termine, die ich genannt hatte, gingen einer nach dem anderen vorbei“, blickt der Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums zurück. Dann klingelt das Telefon doch noch. Ob er am 11. Januar Zeit hätte, für die Aufzeichnung der Sendung nach Köln zu kommen, ob er übernachten möchte – „Kommen ja, übernachten nein“ sind die Antworten von Marc Busch . Ein Zugticket spendiert der Sender ebenfalls, Hin- und Rückfahrt.

100 Zuschauer sitzen im Publikum, sechs von ihnen sind Fragesteller, die im Verlauf der Sendung von Hugo Egon Balder aufgerufen werden. Marc Busch soll als vierter Kandidat antreten, so das Ergebnis der Auslosung unter dem Sextett.

Im Studio, die Aufzeichnung hat noch nicht begonnen, gibt´s ein ausführliches Briefing „und wir wurden eingestimmt“, berichtet er. An die Regeln – keine schwarzen Klamotten, nichts Reflektierendes, keine auffälligen Muster, Markenlogos dürfen nicht zu sehen sein – hat er sich selbstverständlich gehalten.

Dann geht´s los. Eigentlich sei er ganz ruhig gewesen, erzählt der angehende Abiturient. Bis der dritte Kandidat sich wieder hinsetzt. „Da hatte ich schon ziemliches Kribbeln, war ganz schön aufgeregt“, beschreibt er die nächsten Minuten. Das habe sich gelegt, als Hugo Egon Balder ihn aufgerufen habe. „Man kann sich auch per E-Mail melden, so wie Marc Busch aus Lengerich“, wird der 18-Jährige anmoderiert. Denn erzählt der Moderator, dass der Lengericher gerne Fifa auf der Konsole spiele, weil das Fernsehen zu emotionslos sei. Aufstehen, neben dem Moderator Platz nehmen – „da war ich schon wieder viel ruhiger“.

Hella von Sinnen, Wigald Boning, Oliver Pocher und Joey Heindle knabbern an der Rate-Nuss, die ihnen Marc Busch serviert hat. Komikerin und Moderatorin Hella von Sinnen hat schließlich die richtige Lösung parat. Nix ist es mit den 500 Euro, die jeder Fragesteller erhält, wenn das Rate-Team keine Antwort weiß.

Dabei hätte der Lengericher das Geld gut gebrauchen können. „Das hätte ich in den Führerschein gesteckt“, sagt er. Gar zu groß scheint das Bedauern darüber, dass es nicht geklappt hat, nicht zu sein. „Was man nicht hat, kann man auch noch nicht verplanen.“ Dafür zieht er für sich persönlich etwas aus dem Auftritt – der Sendetermin steht noch nicht fest – bei Hugo Egon Balder und dessen Truppe: „Das Selbstbewusstsein für solche Auftritte habe ich am Hannah-Arendt-Gymnasium vermittelt bekommen“, lobt er seine Penne.

Ob´s das jetzt war mit der „TV-Karriere“? Marc Busch schmunzelt. Er hat sein nächstes Ziel bereits im Visier: Kandidat bei „gefragt – gejagt“ werden. Vielleicht klappt´s ja da mit einem Zuschuss für den Führerschein.

War da noch was? Ach ja, die Frage, die der 18-Jährige bei „Genial daneben“ eingereicht hat: Was ist das Besondere an den Duisburger Fußgängerampeln? Sie zeigen einen Bergmann als Silhouette, bei Rot und bei Grün. Und das noch gar nicht so lange. Im Oktober 2018 wurde die erste derartige Ampel offiziell in Betrieb genommen.

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