Modetreff der Flüchtlingshilfe kommt gut an
Günstige Preise und neue Kontakte

Lienen -

Shoppen gehen einmal anders: Die Kleiderkammer „Fundus“ präsentiert seit Donnerstag selbstgenähte Kleidung neben Designerstücken, edle Handtaschen neben Fair-Trade-Waren sowie Accessoires und Einkaufsbeutel. Veranstaltet wird der Textilmarkt von Aktiven der Flüchtlingshilfe, hiesige wie auch ausländische Mitbürger. Am heutigen Samstag findet der Modetreff noch einmal statt: von 14 bis 16 Uhr.

Freitag, 16.02.2018, 17:02 Uhr

Die Aktiven der Flüchtlingshilfe wollen mit dem Modetreff auch die Kontakte zwischen Flüchtlingen und Einheimischen fördern.
Die Aktiven der Flüchtlingshilfe wollen mit dem Modetreff auch die Kontakte zwischen Flüchtlingen und Einheimischen fördern. Foto: Anne Reinker

Schon kurz nach Öffnung des Ladenlokals in der „Kleinen AWO “ machten die Organisatorinnen zufriedene Gesichter: „Der Ansturm war überwältigend“, freute sich Lisa Hilburg . Da war es gut, dass die Helferinnen und Helfer mit einer großen Menge Ware vorgesorgt hatten. „Wir haben sehr viele Spenden bekommen“, berichtete Christine Groß , die die Kleidungsstücke gemeinsam mit Kordula Utsch und Eleonore Mayr für den Verkauf fertig gemacht hatte. Unterstützung bekamen sie von rund zehn Flüchtlingen.

Die Spenden – neben den Waren aus dem „Fundus“ auch einige Einzelspenden sowie eine größere Gabe an neuen Fair-Trade-Stücken – wurden ansprechend präsentiert an Frau und Mann gebracht. „Ein paar von den Sachen gefallen mir gut“, wurde etwa die Schülerin Nadia Islam fündig beim Angebot auf den Tischen.

Es ist eine Win-win-Situation: Die Kleiderkammer profitiert vom Zulauf, die Flüchtlinge vom Austausch mit Einheimischen und die Kunden von günstigen Preisen. Der Erlös soll zum Teil für soziale Zwecke in Lienen gespendet werden, aber auch in eine Anstreichaktion zur Verschönerung der Flüchtlingsunterkünfte fließen.

„Wir wünschen uns auch mehr Popularität“, machte Christine Groß deutlich. Lisa Hilburg ergänzte: „Es ist wichtig, dass Ortsansässige kommen. Solche Aktionen können dazu beitragen, dass die Leute mehr miteinander in Kontakt kommen.“

Einer derjenigen, der regelmäßig gemeinsam mit Lisa Hilburg an der Nähmaschine sitzt, ist Mohammed Kojaoghli. „Das macht mir immer Spaß“, so der Syrer, der in seinem Heimatland ebenso wie Zaim Hussam das Schneiderhandwerk erlernt hat. Sie fertigen Taschen und Tischsets, ändern aber auch Anziehsachen. Mit ihrem Beruf wieder Geld zu verdienen, ist ein großer Wunsch der beiden.

Wer im Modetreff noch nach Schnäppchen und Ausgefallenem stöbern und bei einem kleinen Plausch die Flüchtlinge kennenlernen möchte, hat dafür heute noch von 14 bis 16 Uhr Gelegenheit. Ansonsten ist der Fundus immer donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5529480?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Bus-Crash im Berufsverkehr
Der Bus, der von Ahlen nach Warendorf unterwegs war, wurde im vorderen Bereich stark beschädigt. Die Feuerwehr musste größere Mengen auslaufender Betriebsstoffe abstreuen.
Nachrichten-Ticker