Aus der Sitzung des Umweltausschusses
Konzepte sollen Mobilität verbessern

Lienen -

Um die Verbesserung der - umweltfreundlichen – Mobilität ging es unter anderem in der Sitzung des Umweltausschusses. Das Gremium stellte indes fest, dass für endgültige Entscheidungen noch weitergehende Informationen eingeholt werden müssen.

Mittwoch, 12.09.2018, 17:18 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 17:18 Uhr
Der Bahnhof in Kattenvenne soll auch künftig mit einer guten Taktfrequenz von Osnabrück oder Münster aus erreichbar bleiben. Dafür will sich (nicht nur) der Umweltausschuss der Gemeinde einsetzen. Foto: Schmitte

Der aktuelle Stand des Radverkehrskonzeptes im Kreis, die Änderungen in der Grünabfallentsorgung und nicht zuletzt eine Verlängerung der Nahverkehrsanbindung RRX sind am Montag im Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit diskutiert worden. Dazu traf sich das Gremium in der Gaststätte Gravemeier in Kattenvenne.

Handlungsbedarf sahen die Mitglieder nach dem Bericht von Wolfgang Peters, der die Ergebnisse seiner Petition in Sachen Fahrplanänderungen auf der Bahnstrecke Münster-Osnabrück ( WN berichtete) präsentierte. Die Befürchtung, dass dann der Halbstundentakt für Orte zwischen den beiden Hauptbahnhöfen wegfalle und die RB 66 nur noch stündlich fährt, erkannten nicht nur die Teilnehmer der Online-Erfragung, sondern auch die Lokalpolitiker. Bis jetzt gebe es dazu vom ZVM (Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland) nur unzureichende Rückmeldungen. Fachbereichsleiter Sebastian Döring teilte mit, dass am 28. September ein gemeinsamer Termin mit Vertretern des ZVM sowie des Kreises geplant sei. „Da erhoffen wir uns dann mehr Informationen“, sagte Döring. „Wir sollten dazu die Bezirksregierung mit ins Boot holen“, regte Bürgermeister Arne Strietelmeier an. Dies befürwortete auch Ausschussvorsitzender Georg Kubitz (Bündnis).

Aktiv zu werden, forderte Karin Baum (SPD). Vor allem aufgrund der steigenden Umweltbelastung durch verstärkte Autonutzung, meinte sie. Einig war man sich, dass man das Thema in ein Gespräch mit dem NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe) miteinbeziehen sollte. Bei der nächsten Sitzung soll es weitere Informationen geben.

Das Radverkehrskonzept, initiiert durch den Kreis, um die Nahmobilität zu verbessern und den Klimaschutz zu fördern, könnte eine bessere Vernetzung zwischen Lienen, Kattenvenne und Lengerich schaffen. Die Gemeinde wolle den Kreis bitten, diese Verbindungen zu berücksichtigen. Heinrich Peters (Fraktion Bündnis) schlug vor, mit dem Konzept auch über die Kreisgrenzen hinauszugehen. Unsicher ist auch noch die Finanzfrage, die in die Planung mit einfließen muss. Bislang gebe es nur Entwürfe für das „Wunschliniennetz“, berichtete Sebastian Döring. Die Öffentlichkeit bekäme künftig noch ausreichend Möglichkeit, sich einzubringen. „Lasst uns die Chance ergreifen und mitmachen“, sagte Georg Kubitz.

In Sachen Klimaschutzmanagement berichtete Sebastian Döring, dass intensiv daran gearbeitet und vieles umgesetzt wurde. „Wir sind guter Dinge, dass wir bis zum Ende des Förderzeitraums noch einige Punkte mehr anstoßen können“, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Die Verlängerung der Grünabfallentsorgung (WN berichtete) auf dem gemeindeeigenen Grundstück am Dalweg befürworteten die Ausschussmitglieder einstimmig. Im nächsten Jahr müsse man neu planen, zumal ab dem Frühjahr eine Anlieferungspflicht durch das Entsorgungsunternehmen nach Saerbeck bestehe.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichtete Udo Nickel über den aktuellen Stand im Bezug auf den Bürgerbus. Seit der Vereinsgründung habe man gemeinsam mit dem RVM den Haltestellenplan aufsetzen können. „Jetzt fehlt nur noch der Bus“, sagte Nickel. „Was sich so einfach anhört, gestaltet sich schwierig.“ Denn nur ein Niederflurbus käme, weil barrierefrei, in Frage. Diese kosten nicht nur viel Geld in der Anschaffung, sondern haben auch eine bis zu zwölfmonatige Wartezeit nach Bestellung.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6042990?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F
Bus-Crash im Berufsverkehr
Der Bus, der von Ahlen nach Warendorf unterwegs war, wurde im vorderen Bereich stark beschädigt. Die Feuerwehr musste größere Mengen auslaufender Betriebsstoffe abstreuen.
Nachrichten-Ticker