Einsatz der Firma Hagemann in Mexiko
Schokolade statt Pesos und Vitamin B

Ochtrup -

In Mexiko wird gerade der größte Rollherdofen der Welt gebaut - und Mitarbeiter der Firma Hagemann aus Langenhorst wirkten vor Ort mit. Nach ihrem Auslandseinsatz wissen die Töpferstädter einiges zu berichten. Unter anderem von einem ziemlich wirkungsvollen Mitbringsel.

Donnerstag, 06.12.2018, 11:00 Uhr
Die Langenhorster feierten den berühmten Día de Muertos, den Tag der Toten, mit – ein buntes Volksfest in Mexiko. Foto: Firma Hagemann

„Och“, meint Christoph Wiers, „eigentlich war das ja nur ein normaler Montageauftrag.“ Und als er das sagt, lächelt er vielsagend. „Solche Aufträge im Ausland haben Mitarbeiter der Firma Hagemann hier aus Langenhorst ja auch schon öfter ausgeführt“, pflichtet ihm sein Kollege Tim Lehmann bei, und auch er schmunzelt ein wenig. „Im Untertreiben sind die beiden wohl Weltmeister“, versucht Claus Beike die beiden zu korrigieren.

Der Geschäftsführer der Hagemann GmbH, die sich mit Energie, Industriegasen und Reinstgastechnik beschäftigt, betont, dass die Beteiligung seines mittelständischen Unternehmens beim Bau des größten Rollherdofens der Welt, der derzeit in der Nähe des mexikanischen Guadalajara entsteht, doch schon etwas ganz Besonderes war. „Und eines kann ich mit richtigem Stolz und sehr zufrieden sagen: Die beiden und Bastian Schatz, der später hinterhergeflogen ist, weil er unbedingt gebraucht wurde, haben für unseren Laden eine Top-Visitenkarte abgegeben. Sowas wird uns auch zukünftig helfen“, klopft er symbolisch seinen Mitarbeitern anerkennend auf die Schulter.

Vor dem Rollherdofen (v.l.): Bastian Schatz, Heiko Dodt (Bauleiter der Firma Mannesmann), Christoph Wiers und Tim Lehmann.

Vor dem Rollherdofen (v.l.): Bastian Schatz, Heiko Dodt (Bauleiter der Firma Mannesmann), Christoph Wiers und Tim Lehmann.

Die Weltfirma Mannesmann hatte bei diesem Mega-Projekt die Federführung, und die Linde AG holte aufgrund ihrer guten Erfahrungen die „Hagemänner“ mit ins Boot. „In Mexiko haben wir mit anderen internationalen und auch deutschen Firmen zusammengearbeitet. Das hat prima geklappt, auch untereinander“, erzählt Christoph Wiers weiter. Mexikanische Firmen waren für die Gewerke verantwortlich. „Die arbeiten auch gut, haben aber einen – sagen wir mal – kreativen Umgang mit Zeit und Ausführung“, erläutert Tim Lehmann. Als die beiden auf der Riesenbaustelle ankamen, stand das Kernstück des Rollherdofens noch komplett eingepackt da. Vorbereitung: Fehlanzeige. „Also mussten wir uns erstmal irgendwie einen Lkw-Kran besorgen. Es dauerte, bis wir herausbekamen, dass Vitamin B oder ein paar Pesos die Sache nicht beschleunigen – sondern Schokolade“, gibt Christoph Wiers interessante Erfahrungen preis. Also rief er seine Frau Caroline in Ochtrup an, die wegen ihres Familienhintergrunds auch noch bei einigen Sprachproblemen helfen konnte – und schickte sie ins DOC. Da gibt es ja einen ganz speziellen Süßigkeiten-Laden. Und der Inhalt des Päckchens, das dann per Luftfracht nach Mexiko düste, wirkte Wunder.

„Andererseits ist es schon ein Hammer, wenn vor dem eigenen Hotel Polizei-Pick-ups mit Maschinenpistolenaufbau stehen und Beamte in schusssicheren Westen patrouillieren“, erzählt Bastian Schatz. Auch auf der Baustelle habe es umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen gegeben. Mexiko sei schon ein gefährliches Pflaster. „Aber in unserer freien Zeit haben wir eben auch ein tolles Land kennengelernt. Wir konnten zum Beispiel den berühmten Tag der Toten mitfeiern, ein buntes und fröhliches Volksfest – absolut stark. Und dir kann auch schon mal ganz spontan ein Leguan auf offener Straße auf den Arm springen“, erzählt Christoph Wiers noch immer ganz angetan.

Ein Leguan auf dem Arm...

Ein Leguan auf dem Arm... Foto: Hagemann GmbH

Aber noch einmal zurück zur Schokolade. Der Slogan der Langenhorster heißt bekanntlich „Hagemann – immer eine gute Verbindung“. Als Weihnachtspräsent hat Claus Beike jetzt die süßen Tafeln besorgt und ihnen eine Banderole verpasst, auf der steht: „Hagelade – immer eine leckere Verbindung“. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt . . .

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