Umbau der St. Marienkirche
Überraschungen auf den letzten Drücker

Borghorst -

Selbst auf den letzten Drücker gibt es noch Überraschungen: Beim Einlegen der letzten Fliesen stößt Stefan Richter plötzlich auf eine Sperrholzplatte, die nur provisorisch einen alten Lüftungsschacht verdeckt.

Freitag, 11.01.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 17:42 Uhr
Das gesamte Kircheninnere ist auf das Niveau der Altarempore angehoben worden. Am Freitag waren dort noch die Handwerker beschäftigt, in der nächsten Woche beginnt die Grundreinigung. Foto: Bernd Schäfer

Das hat sie wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten getan, jetzt macht der Mitarbeiter der Firma Blanke & Spenneberg es ordentlich, die Öffnung im Boden wird mit einer Epoxy-Verbindung verschlossen. Ein Stück weiter fällt auf einmal eine kleine Kante im Boden auf – dort wurde offenbar früher schon einmal die Altarempore vergrößert. Diese Kante wird bleiben – alle Fliesen herauszureißen und neu zu verlegen wäre schlicht zu aufwändig und teuer.

Eigentlich sollen es nur noch kleinere Restarbeiten sein, die am Freitag in der umgebauten St. Marienkirche erledigt werden, am Montag oder Dienstag soll dann mit der Endreinigung begonnen werden, bevor die von Hilde Schürk-Frisch erschaffenen Sakralgegenstände wie der Ambo, das Taufbecken und die Schwarze Madonna in die Kirche zurückkehren. Und die neu gestaltete Kirche am 27. Januar wieder ihrer Bestimmung übergeben wird. Aber auch auf einer Baustelle, die den Segen von ganz oben hat, läuft nicht immer alles rund, musste Innenarchitekt Hans-Jürgen Schulte erfahren.

Die neue Beleuchtung zum Beispiel sollte eigentlich schon vor Weihnachten eingebaut werden. Dann kam der Anruf: Im Lager des Herstellers sind einige Paletten umgestürzt – in denen auch die Lampen für die Marienkirche waren. „Ich dachte erst, die wollten sich nur herausreden“, sagt Schulte. Aber dann habe der Hersteller ihm Fotos geschickt, auf denen das Desaster zu sehen war.

Oder der Riss in der Turmwand über dem Seitenschiff, das demnächst als Gemeinschaftsraum genutzt wird. „Der kam wohl durch die Schwingung der Glocken“, erfuhr der Architekt von einem Experten.

Damit der Turm stabil bleibt, wurde eine Stütze aus Stahlbeton eingezogen – nun können die Glocken läuten, wie sie wollen.

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