Bogdan Catana hat Gronau verlassen
Erst einmal Ostern feiern

Burgsteinfurt -

Gestern Abend feierte Bogdan Catana in der St. Johannes-Nepomuk-Kirche die „Feier vom letzten Abendmahl“. Für ihn war es allerdings das erste Abendmahl, das er gemeinsam mit seiner neuen Gemeinde feierte.

Freitag, 19.04.2019, 10:08 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 10:10 Uhr
Bogdan Catana an seinem neuen „Arbeitsplatz“, der St.-Johannes-Nepomuk-Kirche. Für den 40-jährigen Pastor beginnt die neue Aufgabe am Wochenende gleich mit einem kirchlichen Hochfest. Da hat der Umzug von Gronau nach Burgsteinfurt nur zweithöchste Priorität. Foto: Bernd Schäfer

Seit Montag ist der 40-Jährige als Nachfolger von Pastor Philip in Burgsteinfurt – und gleich sein erstes Wochenende an seiner neuen Wirkungsstätte ist ein Hochfest im katholischen Kirchenkalender. „Ich habe noch gar nicht alle Sachen hier“, lacht der gebürtige Rumäne, der zuletzt viereinhalb Jahre in der Gronauer St.-Antonius-Gemeinde tätig war. Aber das stört ihn nicht weiter, der Rest des Umzugs wird nach Ostern erledigt. „Jetzt möchte ich erst einmal die Ostertage feiern.“

Und dabei seine neuen „Schäfchen“ kennenlernen. „Jede Gemeinde ist unterschiedlich“, sagt Bogdan Catana . Er ist gespannt auf die Burgsteinfurter. Erste Eindrücke konnte er in den vergangenen Tagen bereits sammeln – und die seien durchaus positiv gewesen. „Ich habe direkt eine Gastfreundschaft gespürt und mich gleich hier wohl gefühlt, da war keine Distanz“, freut er sich über die ersten Kontakte. Denn genau das wünscht er sich für die Zukunft: „Eine Gemeinschaft im Glauben, aber nicht nur in der Kirche.“

Zu der Glaubensgemeinschaft gehören für ihn nicht nur die Katholiken: In seiner rumänischen Heimat, wo er seit seinem 14. Lebensjahr die katholische Schule in Iași besuchte und anschließend dort Theologie studierte, sind die Katholiken in der Minderheit, 95 Prozent der Bevölkerung gehören der orthodoxen Kirche an. „Dort gibt es eine enge Verbindung zwischen den Glaubensrichtungen, ähnlich wie hier mit der Evangelischen Kirche“, ist Ökumene für Bogdan Catana kein Fremdwort. „Ich frage nicht, welche Konfession jemand hat. Ich bin ein Pastor für die Menschen. Aus dem Priesterseminar in Iași rühren seine guten Deutschkenntnisse. „Ich habe dort von einem Mönch die deutsche Sprache gelernt, sie hat mir von Anfang an sehr gut gefallen.“ Deshalb war es für ihn nicht schwer, der Anfrage des Bischofs zu folgen, ob er nicht ein paar Erfahrungen im Bistum Münster machen möchte – die Bistümer Münster und Iași sind seit Jahren partnerschaftlich verbunden. Zu dem Zeitpunkt hatte Catana bereits mehrere Stationen als Kaplan durchlaufen und war fünf Jahre als Pfarrer in Bârlad tätig.

In Gronau musste er allerdings noch mal „klein“ anfangen, als Kaplan – wie in anderen Berufszweigen werden ausländische Erfahrungen auch in der Kirche nicht immer anerkannt. Seit Juni vergangenen Jahres hat er aber auch hier den kirchlichen Segen als Pastor und Pfarrer in der St.-Antonius-Gemeinde. „Es war eine schöne Erfahrung in Gronau“, blickt er auf die fast fünf Jahre dort zurück. „Ich freue mich, dass ich im Münsterland bleiben und hier neue Menschen kennenlernen kann. Und dass ich in dieser Situation helfen kann.“

Neben der Sprache gefällt Bogdan Catana in Deutschland noch etwas anderes: „Ich mag die Disziplin hier – auch wenn sie manchmal etwas nervt“, lacht der Pastor. Und hat damit gleich eine Sache, die er seiner neuen Gemeinde nahebringen will. „Ein bisschen fehlt die Spontaneität“, macht er einen Unterschied zur rumänischen Lebensweise aus. „Das können wir hier voneinander lernen.“

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