„Natur zurück in die Stadt“
Eine Chance für Bienen und Co.

Steinfurt -

Internationaler Mehrgenerationengarten in Wilmsberg, durch Paten geförderte Wildblumenwiese für Bienen auf einem Acker in Wilmsberg, Randstreifenprogramme und Weiteres mehr: Seitdem Naturschützer und Wissenschaftler vor den Auswirkungen des dramatischen Insektensterbens warnen, gibt es auch in Steinfurt mehr und mehr öffentliche wie private Projekte, die einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten wollen.

Dienstag, 23.04.2019, 16:32 Uhr
Anita Buschmann bei der Staudenpflanzaktion mit einigen Schülern der Bismarckschule. Foto: privat

Internationaler Mehrgenerationengarten in Wilmsberg, durch Paten geförderte Wildblumenwiese für Bienen auf einem Acker in Wilmsberg, Randstreifenprogramme und Weiteres mehr: Seitdem Naturschützer und Wissenschaftler vor den Auswirkungen des dramatischen Insektensterbens warnen, gibt es auch in Steinfurt mehr und mehr öffentliche wie private Projekte, die einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten wollen. Die Stadt ist ebenfalls mit im Boot: „Natur zurück in die Stadt“ heißt die Initiative, die jetzt gestartet ist. „Sie richtet sich an Vereine, Schulen aber auch Privatleute“, sagt Anita Buschmann vom Fachdienst Stadtplanung und Bauordnung, der die Maßnahme betreut.

Zu den ersten Schulen, die bei „Natur zurück in die Stadt“ dabei sind, gehört die Bismarckschule in Burgsteinfurt. Mit ihrer Anfrage, sich an dem Projekt zu beteiligen, rannte die Mitarbeiterin im Planungsamt offene Türen bei der Grundschule ein.

„Umwelterziehung spielt an unserer Schule eine große Rolle“, sagt Schulleiterin Claudia Bock und verweist auf eine ganze Reihe von schuleigenen Projekten, die das Ziel haben, Schülern die Natur und die Verantwortung für dieselbe näher zu bringen. An der Grundschule wurde mit Unterstützung des Baubetriebshofes vor Ostern ein Areal mit einer ramponierten Kirschlorbeerhecke in ein ökologisch deutlich wertvolleres Beet mit ausschließlich heimischen Wildstauden verwandelt. Parallel sind im Kreativraum der Schule Insektenhotels hergestellt worden.

Anita Buschmann sieht bei der Projektumsetzung insbesondere in der Kooperation mit Schulen große Vorteile: „Naturerfahrung durch Erleben und Selbermachen ist ein wichtiger Baustein für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen und respektvollen Umgang mit der Umwelt im Erwachsenenalter“, so die Projektbetreuerin.

Nach den Osterferien findet das Projekt seine Fortsetzung an der DRK-Kindertagesstätte: An der Johanniterstraße sollen zwei bislang eher triste Stadtbeete ebenfalls mit heimischen Wildstauden bepflanzt werden. Sowohl Bismarckschule als auch DRK-Kindergarten haben zugesagt, sich künftig um die Pflege der Beete zu kümmern. Die Übernahme von Verantwortung für die Pflanzen sei ein wichtiger Bestandteil des Projekts, sagt Anita Buschmann.

Die Mitarbeiterin des Planungsamts würde sich über weitere Interessenten, die Insektenschutz nicht nur gutheißen, sondern die Stadt aktiv ökologisch mitgestalten möchten, freuen. Sie ist unter Telefon 02552/925204 oder E-Mail buschmann@stadt-steinfurt.de für weitere Infos zu erreichen.

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