Feuerwehr-Olympiade nach zehn Jahren wieder in Borghorst
Eine bisschen wie „Wetten, dass...“

Borghorst -

Eine Kettensäge gegen die Stoppuhr zusammenbauen und dann ohne Zollstock eine 20 Zentimeter breite Baumscheibe absägen, einen Wasserbehälter aufbauen und mit geschätzten 400 Litern Löschwasser fluten oder mit der Schaufel eines Kleinbaggers einen Gummiball in einem Plastikrohr versenken – die Aufgaben sind vielfältig, haben eine Spur von „Wetten, dass...“, aber immer etwas mit der Feuerwehr zu tun. Am Samstag ist Borghorst der Austragungsort für diesen ganz besonderen Wettkampf, die 31. Feuerwehr-Olympiade.

Mittwoch, 24.04.2019, 19:00 Uhr
Eine Aufgabe, an der sich bei der letzten Feuerwehr-Olympiade viele Mannschaften die Zähne ausgebissen haben: Mit einer Baggerschaufel musste ein kleiner Ball in ein Rohr bugsiert werden. Foto: Dieter Klein

Vor genau zehn Jahren waren die Borghorster Kameraden schon einmal Veranstalter. Seit mehr als einem Jahr sind Sascha Lehmkuhl und sein 16-köpfiges Team mit den Vorbereitungen beschäftigt. Welche Aufgaben die sieben Feuerwehren aus den Kreisen Steinfurt und Coesfeld zu bewältigen haben, kann Lehmkuhl natürlich noch nicht verraten. Nur so viel: „Das wird ziemlich spektakulär.“ Mit dabei sind dieses Mal die Kollegen aus der Partnerstadt Neubukow, die schon am Freitag an- und am Sonntag abreisen.

„Wenn es am Samstag ab 12 Uhr zu einem erhöhten Aufkommen von Feuerwehrfahrzeugen in Borghorst kommt, braucht niemand beunruhigt zu sein“, sagt Christoff Schwarz als Sprecher der Steinfurter Wehr.

Die acht Aufgaben wurden unter größter Geheimhaltung geplant und organisiert, so Schwarz. Sie können aus den Bereichen Feuerwehr , Erste Hilfe, Allgemeinwissen und Spaß stammen. „Für die Endabrechnung zählen die Stationen mit ernsthaftem Hintergrund natürlich mehr als die reinen Spaßaufgaben“, erläutert Sascha Lehmkuhl. Die Wagenbesatzungen kämpfen um einen Wanderpokal, der in diesem Jahr von den Laerern verteidigt wird. Sie stellten bei der jüngsten Olympiade in Nottuln die beste Mannschaft.

Alle Übungsstationen müssen per Koordinaten auf einer Karte gesucht und angefahren werden. Natürlich finden diese Fahrten ohne Sondersignal, also ohne Blaulicht und Martinshorn statt, betont Christoff Schwarz. Am Abend werden dann alle Gruppen an der Wache in Borghorst zurück erwartet, wo es zunächst einmal eine zünftige Stärkung geben wird. Zur anschließenden Siegerehrung erwarten die Kameraden die Verwaltungsspitze und die Schirmherrin der Veranstaltung, CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking.

Dass Sascha Lehmkuhl für die Borghorster die Leitung in Händen hat, ist kein Zufall. Das Mitglied des örtlichen Löschzugs ist seit dem ersten Start der Borghorster bei der Olympiade dabei und hat dementsprechend die meiste Erfahrung. Er weiß es: „Extra trainieren kann man für die Olympiade nicht. Dafür sind die Aufgaben zu abgedreht.“ Da sie aber eigentlich immer die Fähigkeiten eines Feuerwehrmitglieds voraussetzen, kommen die Teams automatisch nicht ganz unvorbereitet zum Austragungsort.

Einen Heimvorteil haben die Borghorster übrigens nicht. Sascha Lehmkuhl hat natürlich streng darauf geachtet, dass ihm und seinen Mitstreitern keiner in die Vorbereitungskarten geguckt hat. Fairness ist schließlich Trumpf.

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