Bäume gelten als gefährlich
15 Linden fallen an der Kapellenstraße

Borghorst -

Erst beim zweiten Blick in die Baumkronen erahnt auch der Laie: So ganz gesund sind die rund 40 Jahre alten Linden nicht mehr. Trockene Äste, lichte Kronen, keine Blätter. Nachdem Tiefbau-Fachdienstleiter Wolfgang Spille seinen Kontrolltrupp durch die Kapellenstraße geschickt und die Untere Landschaftsbehörde beim Kreis eingeschaltet hat, fällt die Diagnose für die Baumreihe gegenüber der Nikomedesschule noch sehr viel schlimmer aus: „Das sind alles Gefahrbäume“, sagt Spille. Darum werden sie in der kommenden Woche gefällt. 15 Linden an der Zahl.

Dienstag, 16.07.2019, 16:24 Uhr
Die Baumreihe an der Kapellenstraße ist so angegriffen, dass sie in der kommenden Woche gefällt wird. Foto: Axel Roll

Aktueller Anlass ist die Neuverlegung des Abwasserkanals zwischen der Kreuzung zur Nordwalder und der Fürstenstraße. Die Vermutung von Fachdienstleiter Spille : „Aufgrund ihres angegriffenen Zustands würden die Bäume die Baumaßnahme wahrscheinlich sowieso nicht überleben.“

Warum die Linden gesundheitlich so angegriffen sind? Spille kann nur vermuten. „Wahrscheinlich hat der letzte trockene Sommer den Bäumen den Rest gegeben.“ Jahre zuvor wurden im Bürgersteig auch schon mal Versorgungsleitungen verlegt. Vielleicht seien dadurch die Wurzeln in Mitleidenschaft gezogen worden.

Da zurzeit Vegetationszeit ist, benötigte die Verwaltung eine Sondergenehmigung vom Kreis für die Fällaktion. Damit verbunden war eine Begutachtung der Bäume durch den Naturschutzbund.

Wolfgang Spille geht davon aus, dass der Kanal relativ zügig im Herbst neu verlegt werden kann. Der alte war übrigens völlig marode, wie der Tiefbau-Experte betont. Um die Ecke, in der Fürstenstraße, genügt es, wenn in den bestehenden Kanal neue Rohre eingezogen werden. Dort muss die Straße nicht aufgegraben werden. Natürlich bekommt die Kapellenstraße danach eine neue Baumallee. Welche Baumart dann angepflanzt wird, das entscheidet die Politik.

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