Coverband auf der Freilichtbühne
ABBA-Fans in Feierlaune

Tecklenburg -

Es war das Jahr 1974, da siegte eine schwedische Band im Grand Prix de Eurovision. Danach eroberte jene Band, die sich „ABBA“ nannte, die Musikwelt und wurde zu einer Legende. Erobert haben Anni-Frid, Benny, Björn und Agnetha am Sonntagabend auch Tecklenburg. Auf der Freilichtbühne veranstaltete die Tecklenburg Touristik die „ABBA-Night“ und holte mit der Coverband „Waterloo – a Tribute to ABBA“ die musikalische Zeit der vier Schweden zurück ins Hier und Jetzt.

Montag, 12.09.2016, 20:09 Uhr

Die Sitzbänke waren überflüssig. Das Publikum sang und tanzte nahezu während der gesamten ABBA-Night mit. Foto: Detlef Dowidat

Dass die Musik von ABBA Kult ist, lässt sich nicht abstreiten. Auch in Tecklenburg fanden sich eingefleischte Fans der schwedischen Popband: Schlaghose und Blusen mit weiten Ärmeln sowie das ein oder andere Paar Plateauschuhe zogen die Blicke auf sich.

Stilgetreu zeigte sich auch die „Waterloo-Band“. Das Outfit stimmig: von Kleidung über Haarfarbe und sogar das bekannte weiße Klavier fand sich auf der Bühne wieder. Das allein bildete nur den Rahmen, den die „Waterloo-Band“ mit einem Potpourri der größten Hits der Kultband füllte.

Großartig schon der Auftakt mit „Mama Mia“ und dem „schwedischen Fingertanz“ den das Publikum selbstverständlich genau kannte. Weiter ging es mit „Waterloo“, wobei vor allem die beiden Sängerinnen als „Anni-Frid“ und „Agnetha“ dem Publikum ordentlich einheizten. Nur in wenigen Momenten nahm das Publikum Platz. Kurz danach tanzte es wieder mit bei „Honey, Honey“, „I do“ oder „Knowing me, knowing you“. Überwältigende Stimmung dann bei „I have a Dream“ mit Gänsehautatmosphäre in den historischen Mauern der Burg.

Doch bei all den Songs der Schweden stellt sich die Frage: Welcher war der erste Song von ABBA? „Waterloo“, „Dancing Queen“? Nicht ganz. Denn in der Show „Disco“ gab ABBA ihren ersten Song zum Besten, der „People needs love“ hieß und der das Tecklenburger Publikum in die Anfänge der Schweden zurückversetzte.

„Waterloo“, der Song, der der Coverband ihren Namen gab, führte ABBA 1974 zum Grand Prix-Sieg und auf der Bühne das Publikum zu Jubelstürmen. Als heimlicher Star darf sicherlich der Schlagzeuger der Coverband bezeichnet werden, der vor dem großen Finale ein einmaliges Solo inklusive Jonglierkunststücken hinlegte. Das ließ die ohnehin schon grandiose Stimmung noch höher kochen und führte hin zu einem Finale, in dem „Waterloo“ noch einmal die großen ABBA-Trümpfe aus dem Ärmel zog. An „I want a men for a midnight“, mit Publikumsgesang tatkräftig untermalt, schloss sich der große Hit „Dancing Queen“ an und schließlich der Song für die Sieger: „The Winner takes it all“.

Die Stimmung schlug hohe Wellen, sorgte auch bei den Sängern und Bandmitgliedern für strahlende Augen. Denn nicht nur die dauerhaften Standing Ovations, die unerschütterliche Textsicherheit und der starke Chorgesang des Publikums zeigten sich als Resultat einer grandiosen Show. Eine Fangemeinde zog sogar als Karawane laut mitsingend durch die Reihen.

Mit „Thank you for the music“ verabschiedete sich „Waterloo“ von dem großen Publikum. Das zeigte sich mit stehenden Ovationen ebenso dankbar – für einen musikalischen Abend, der die „ABBA-Zeit“ nach Tecklenburg holte. Aber wohl ganz besonders dankbar für die Musik einer bis heute unvergessenen Band.

 

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